EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Fiegenburg

Geschichte:

Die Burg wurde vermutlich von einem Mitglied der Familie von Schloen, wohl von Dethard, um das Jahr 1334 gegründet. Die Burg lag direkt am Mühlenbach, in Sichtweite der Limberg. Zusammen mit der Burg wurden ein Wirtschaftshof und eine Wassermühle errichtet. Sie war jedoch vermutlich kein ravensbergisches Lehen, sondern Allodialgut. Im 17. Jh. scheint es zu einem Neubau gekommen zu sein, unmittelbar neben den Fundamenten der mittelalterlichen Burg, die zu diesem Zeitpunkt also anscheinend nicht mehr bestand. An ihrer Stelle scheint sich nun ein Teich befunden zu haben, der wohl aus dem ursprünglichen Wassergraben entstanden ist. Das überschuldete Gut musste 1736 Konkurs anmelden. Das Anwesen befand sich dann seit 1738 im Besitz der Familie von Ledebur, die das Gut allerdings nicht selbst bewohnte, sondern verpachtete. Im 19. Jh. wurden die zur Anlage gehörigen Gebäude nach und nach an privat verkauft und niedergelegt, die Wälle wurden um 1890 abgetragen. (Cornelia Skodock)

Bauentwicklung:

Über Umfang und Ausdehnung der mittelalterlichen Anlage können keine Angaben gemacht werden. Um 1660/80 kam es wohl zum Neubau eines Gutshauses (Bauzeichnung im Staatsarchiv Münster). 1733 wurde ein Neubau errichtet. Das Haupthaus wurde auch "Rotes Haus" genannt. Es wurde kurz nach 1800 niedergerissen. Den Ort der mittelalterlichen Anlage scheint zu diesem Zeitpunkt ein Teich eingenommen zu haben ("Teich auf der alten Vigenburg" (Besserer, 1993, S. 81). (C.Sk.)

Baubeschreibung:

Zur mittelalterlichen Anlage können keine Angaben gemacht werden. Die Lage an einem Bach deutet darauf hin, dass es sich um eine Wasserburg gehandelt hat. Der Neubau von 1660/80 bestand aus einem zweigeschossigen Herrenhaus, dem ein eingeschossiges Wirtschaftsgebäude gegenüberlag. 1733 wurde dieser Bau durch einen Neubau ersetzt. Auf dem Urkataster von 1827/28 sind noch die Wallanlagen sichtbar. Die Anlage ist komplett abgegangen. (C. Skodock)