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Haldem

Geschichte:

Burg Haldem ist 1236 erstmals im Besitz des Mindener Bischofs bezeugt. Sie diente der Grenzsicherung des Bistums im Nordwesten. Seit 1328 war die Burg an die Familie von der Horst verlehnt, deren Hauptsitz sie seit 1400 wurde. Bedeutendster Vertreter war der preußische Staatsminister Julius August Friedrich von der Horst, unter König Friedrich II. zuständig für Gewerbe und Handel. Der mittelalterliche Bau wurde im Dreißigjährigen Krieg vollständig zerstört. Von 1692 bis 1703 wieder aufgebaut, wurde er im 18. Jh. erweitert. 1832 wurde der Besitz an die Familie von dem Bussche-Ippenburg verkauft. Das kinderlose Ehepaar gründete 1878 die Karolinenstiftung zur Versorgung lediger Töchter. Zu diesem Zweck wurden wohl im letzten Viertel des 19. Jh. Hauptflügel und Torbau um ein Geschoss aufgestockt. Ab 1936 wurde die Anlage zur sog. Führerschule Langemarck umgestaltet: die Barockelemente am Außenbau wurden entfernt und die Raumaufteilung verändert. Seit 1959 dient Schloss Haldem als Heilanstalt, was die Errichtung weiterer Nebengebäude nach sich zog. (C. Skodock)

Bauentwicklung:

Grund- und Aufriss der mittelalterlichen, im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Anlage sind nicht überliefert. Der mittelalterliche Bau wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört. An seine Stelle trat ein 1692 bis 1703 entstandener Neubau, der im 18. Jahrhundert erweitert und im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts erneut baulich verändert wurde. Hauptflügel und Torhaus erhielten ein weiteres Obergeschoss. Ab 1936 erfolgte der Umbau zur Führerschule Langemarck. Bedingt durch die Nutzung als Heilanstalt entstanden ab 1959 verschiedene Nebengebäude. (J. Friedhoff).

Baubeschreibung:

Die mittelalterliche Anlage wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Grund- und Aufriss dieser Burg sind nicht überliefert. Die dem Park zugewandte Seite des 1692-1703 errichteten und im 18. Jh. erweiterten Baus ist auf einer Lithographie von P. Herle im Kommunalarchiv Minden abgebildet. Der Parkflügel war zu diesem Zeitpunkt noch eingeschossig, rechts ist der heute noch erhaltene Eckturm zu erkennen. Von diesem Bau scheint auch eine Modell des 19. Jh. zu existieren, das sich im Original oder in Kopie im Besitz des Freiherrn von der Horst in Hollwinkel befindet (Abbildung BuK, S. 31). Der Bau wurde in der 2. H. 19. Jh. um ein weiteres Geschoss aufgestockt. (C. Skodock)