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Vanikum

Geschichte:

Zur fraglichen Motte ist keine schriftliche Überlieferung bekannt.
Möglicherweise beziehen sich die Überlieferungen zu den Herren von Vanikum und ihrem Hof auf diese Motte: diese sind im 13. Jahrhundert durch Kaufverträge in Erscheinung getreten: 1242 und 1243 verkauft Ritter Bollardus von Vaincheim (Vanikum) sein Eigentum an das Kölner St. Kuniberstift und bewirtschaftet es als Lehen weiter. 1285 verkaufen Hermann und Agnes von Venningcheim zu Allderode (Allrath) weiteren Besitz an St. Gereon in Köln. Zwischen 1291 und 1346 werden die Herren von Vanikum als Knappen genannt, danach verlieren sie auch den Knappenstand. Vielleicht beziehen sich auch die späteren Nachrichten über den Hof beim Dorf Venichem, der 1331 von Wilhelm von Hüchelhoven an das Kölner St. Andreasstift verkauft wurde, auf den ehemaligen Besitz der Herren von Vanikum oder die Motte Vanikum. (Karin Striewe)

Bauentwicklung:

Die bauliche Entwicklung lässt sich aufgrund fehlender Untersuchungen nicht rekonstruieren. Folgt man der recht dürftigen urkundlichen Überlieferung, so könnte es sich um die wohl in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts entstandene Stammburg der Herren von Vanikum handeln, deren Spuren sich bereits in den spätmittelalterlichen Schriftquellen des 14. Jahrhunderts verlieren. (Jens Friedhoff)

Baubeschreibung:

Möglicherweise handelt es sich bei der Anlage um eine Motte. Die Tranchot-Karte zeigt eine quadratische Hofanlage, an die sich Wiesen und Weiden anschließen, und einen runden Graben, der einen Hügel umschließt. 1980 waren Reste eines Grabens zu erkennen. Auf der TK 25 ist an der Stelle ein Teich eingetragen. Heute sind keine Reste mehr erkennbar. (Karin Striewe)