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Raedt

Geschichte:

Raedt war ein Burglehen von Liedberg. Von 1204 bis 1373 werden als Belehnte die Herren von Rode genannt. Das Lehen geht dann auf die Herren von Epsendorf und von Vellrath-Meuter über, 1538 schließlich auf Heinrich Wolf von Itter, genannt Metternich. Im Besitz dieser Familie bleibt Haus Raedt bis 1920. An die Stelle der mittelalterlichen Burg trat ein frühneuzeitliches Schloss. (Karin Striewe)

Bauentwicklung:

Die Fragen, ob dem heutigen Haus Raedt tatsächlich eine Motte vorausgeht und wie eventuelle zwischenzeitliche Bauphasen beschaffen waren, können nur archäologische Ausgrabungen klären. Vielleicht hat der moderne Wirtschaftshof südöstlich der Anlage mittelalterliche Vorläufer. (Karin Striewe)

Baubeschreibung:

Die heutigen Gebäude mit dem siebenachsigen, rechteckigen Herrenhaus des 18. Jahrhunderts im "Maison de Plaisance"-Stil liegen auf einem von vielen Gräben durchzogenen Gelände, das im Ganzen einen trapezförmigen Grundriss von ca. 120 m Breite und 160 m Länge hat und vermutlich eine überformte Motte darstellt. Im Süden ist der heute versumpfte flache Sohlgraben noch 5- 8 m breit und auch im Norden verlief unter dem heutigen Weg "Haus Raedt" der Graben weiter. Vorburgen und Hauptburg sind nicht ohne Weiteres zu unterscheiden. (Karin Striewe)