EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Stiefler Schloss

Geschichte:

Die Funde der Ausgrabungen von Mehlis und Seyler lassen eine Gründung der Burg spätestens im 10. Jh. annehmen. Dass die jüngsten Funde ins 12. Jh. datieren und Indizien für eine Zerstörung durch einen Brand sprechen, lässt vermuten, dass es sich um eine der von Kaiser Fredrich I. Barbarossa im Jahr 1168 zerstörten Wehranlagen Graf Simons von Saarbrücken handeln könnte. Urkundliche und sichere archäologische Belege für diese Vermutung fehlen jedoch bislang. (J.S.)

Bauentwicklung:

Vermutlich zunächst eine Turmburg mit hölzernem Aufbau, dieser später ersetzt durch einen steinernen Turm. (J.S.)

Baubeschreibung:

Die durch einen Wall und einen annähernd hufeisenförmigen Graben geschützte Burg wurde auf den in der Mitte aufgeworfenen Aushub des Grabens errichtet.
Der Bau des vermutlich zu einer späteren Phase gehörenden steinernen Turms (11,35 x 8,40 m), dessen Mauern im frühen 19. Jh. noch bis einer Höhe von 3 m angestanden haben sollen, erfolgte in nicht unerheblichem Umfang unter Verwendung römischer Spolien (Gesimssteine, Kapitelle mit Akanthus- und Weinlaubverzierung, Säulenfragmente, Fragmente von figürlichen Reliefs usw.). (J.S.)

Arch-Untersuchung/Funde:

Erste Ausgrabungen 1897-1899 durch Dr. Christian Mehlis. Zahlreiche römische Fundobjekte dieser Grabung nicht mehr auffindbar.
1986 kleinere Untersuchungen druch Robert Seyler.
Metzer Denar (963-984) , Keramik (z.T. Lesefunde), div. römerzeitliche Spolien, darunter vermutl. Fragm. Grabmal. (J.S.)