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Egelborg

Geschichte:

Die Geschichte des Hauses Egelborg ist noch nicht hinreichend erforscht. Ursprünglich saßen die 1090 erstmals erwähnten Herren von Were auf der Burg, die auch Eghelmaring genannt wurde. 1389 wird die Burg erstmals erwähnt. Im Jahre 1400 ging sie in den Besitz der Herren von Billerbeck über. Kurz nach 1470 ist von einer jüngeren Linie der Familie von Billerbeck, die zu den Nienborger Burgmannsgeschlechtern gehörte, der Hof Eghelmarinc zu einem Rittersitz, der Egelborg,ausgestaltet worden. 1662 kam die Egelborg durch Heirat an Jobst Caspar von Oer, dessen Familie sie heute noch besitzt. (S.Eismann)

Bauentwicklung:

Im Jahr 1559 wurde der nördliche Herrenhausflügel erbaut. 1710 wird ein alter Westflügel abgerissen und bis 1713 durch den heute noch bestehenden barocken Bau ersetzt. Im 18. Jahrhundert, jedoch bislang nicht genau datiert, wurde offensichtlich ein Barockgarten südlich des Schlosses auf einer eigenen Insel angelegt. 1767 entstand die heute noch bestehende Wagenremise. Im Jahre 1668 wurde dann die Vorburg abgebrochen. 1866 wurde sie im neugotischen Stil wieder aufgebaut. 1832 wurde das noch erhaltene Stall- und Wohngebäude südlich der Gräfte erbaut. 1901 entstand ein zum Teil doppelstöckiger Stallbau. 1907 wurde die Mühle nördlich der Schlossanlage erneuert. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die Wasserschlossanlage befand sich ursprünglich auf zwei Inseln, heute sind Vorburg und Hauptschloss vereint und von zwei Gräften umgeben.
Der nördliche Herrenhausflügel ist im Stil der niederländischen Renaissance erbaut worden. Auf seiner Ostseite ist im 18. Jh. der Giebel durch ein Walmdach ersetzt worden. Das Walmdach auf der Westseite ist hingegen wahrscheinlich ursprünglich. Der Treppenturm stand ursprünglich im Winkel zum angrenzenden Westflügel, ist aber bei dessen Abriss 1714 auf die Hofseite des Nordflügels in achteckiger Form neu errichtet worden. Der Neubau des Westflügels wurde im Barockstil ausgeführt und besitzt Dachhäuser des 19. Jahrhunderts. Zur Vorburg des 19. Jhs. gehört auch eine ältere Wagenremise in Fachwerkbauweise. (S. Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine