EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Isselburg

Geschichte:

Für eine Burg von so herausragender Bedeutung ist über die Historie der Isselburg wenig bekannt. Eine erste Burg dürfte bereits im Jahr 1354 vorhanden gewesen sein. Die Datierung der Burg ist aufgrund der sich wiedersprechenden urkundlichen Nachrichten unsicher. Der Name "Neyenbug", der für das Jahr 1410 überliefert ist, könnte auf einen kompletten Neubau durch den Herzog von Kleve deuten. Ebenso kommt eine Erweiterung bzw. der Ausbau einer bestehenden Anlage in Frage. 1441 wird die Anlage als "dey Isselborch" bezeichnet. Ungeachtet des Einspruchs des Erzstifts Köln - Isselburg diente als klevischer Stützpunkt gegen Kurköln - blieb die Burg bestehen. 1448 übertrug Herzog Adolf von Kleve die Anlage seinem ältesten Sohn. 1444-49 diente die Isselburg als wichtige Verteidingungsstellung gegen den Kölner Erzbischof in der Soester Fehde. Um 1600 befand sich Isselburg in der Hand der Herren von Meverden. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Anlage 1624 von spanischen Truppen zerstört. Nach dem Wiederaufbau diente sie als Sitz des kurfürstlich-brandenburgischen Amtmanns des Amtes Hetter. 1681 erfolgte mit dem Tod des letzten Amtsdrosten die Aufhebung des Amtes Isselburg. Die Burg verlor damit ihre Funktion und wurde zur Ruine. An der Stelle der Burg entstand zu Beginn des 19. Jh. die Villa des Generaldirektors der Isselburger Eisenhütte, Nering-Bögel. (J. Friedhoff; S. Eismann)

Bauentwicklung:

Eine Brandschatzung mit anschließendem Wiederaufbau der Burg erfolgte 1499. 1624 wrude Isselburg durch die Spanier zerstört und 1672 von den Franzosen unter Ludwig XIV. erobert und anschließend geschleift. Um 1725 sind die letzten obertägigen Reste der Burg beseitigt worden. Spätestens ab 1820 stand an ihrer Stelle die Villa Nering-Bögel, den nördlichen Teil ihres Geländes nahm seit 1797 die Eisenhütte Minerva ein. (S.Eismann)

Baubeschreibung:

Der genaue Grundriß der Burg selbst und das Aussehen des
aufgehenden Mauerwerks sind unbekannt. Bis in das 20. jh. hinein waren noch Reste einer ovalen Gräfte sichtbar. (S. Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine