EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Lindweiler

Geschichte:

Der heutige Gutshof entstand anstelle der 1846 abgebrochenen Burg. Der Vorgängerbau der Burg, ein adeliges Gut im Besitz der Steinfelder Kirche als Geschenk der Herren von Arenberg, welches der Graf von Are-Hochstaden als Vertreter landesherrlicher Gewalt mit dem Privileg der Steuerfreiheit als wichtige Voraussetzung für Adelssitze versah, wird bereits im Jahr 1212 genannt. Arnold von Rohr kaufte 1328 die Burg Lindweiler und gibt sie 1344 dem Grafen von Jülich als dem Rechtsnachfolger der noch vom Pfalzgrafen eingesetzten Grafen von Hochstaden zu Lehen. Von den Herren von Densborn (Deynsburg) ging Lindweiler 1479 durch Heirat an Wilhelm von Harff zu Arloff. Weitere Besitzer waren die von Metternich, ab 1654 die von Harff zu Dreibron, ab 1771 die von Manteuffel. Noch im 18. Jahrhundert war Lindweiler landtagsfähiger Rittersitz. 1846 verkauften die von Manteuffel die Burg an einen Bonner Apotheker, auf den Abbruch und Neubau zurückgehen. (Alexandra Zingler)

Bauentwicklung:

Die bauliche Entwicklung der vollständig abgegangenen Burg bedarf noch einer Untersuchung, die sich vornehmlich auf archivalische Quellen stützen könnte. (J. Friedhoff)

Baubeschreibung:

Die Burg wird bei dem Kauf als mit "vurburge" und "vestincgen" beschrieben, also als zweiteilige Wasserburg mit den entsprechenden Befestigungen, die analog anderen zeitgenössischen Burgbeschreibungen mit Türmen, Brücken und Wällen gleichzusetzen sind. Sie wurde 1846 abgebrochen und auch die einst umgebenden Wassergräben sind ganz verschwunden. Von der Zweiteiligkeit der mittelalterlichen Anlage war zu diesem Zeitpunkt wohl schon nichts mehr zu sehen. Das Herrenhaus war mangels Nutzung verfallen und die ehemalige Vorburg diente als reiner Gutshof und wurde als ein solcher mit den annähernd gleichen Ausmaßen, leicht nach Norden versetzt, neu gebaut. (Alexandra Zingler)