EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Barenborg

Geschichte:

Die Nachrichten über die Barenborg sind äußerst spärlich. Es wird - ohne bekannte Belege - angenommen, dass die Motte von den Herren von Ahaus im 12. Jh. als Grenzburg gegen die Bischöfe von Münster errichtet wurde. Der älteste Beleg ist ein Eintrag im Lehnsregister des Münsteraner Bischofs Potho von Potenstein (1379-1381), in dem ein Johannes von Barensfeld als Lehnsnehmer auf dem Barenberg genannt wird. In späteren Lehnsregistern wird der Platz nicht mehr als existierende Burg erwähnt. Im 16. Jh. gehörte die Burg zum Besitz des bischöflichen Amtes Ahaus. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Von einer ersten hölzernen Phase, die vorausgesetzt werden kann, existieren keine Spuren. Sandsteinbruch auf der Oberfläche zeugt von einer steinernen Ausbauphase. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die Anlage belegt im ganzen eine ungefähr rundliche Flläche von 100-110 m Durchmesser. Der Turmhügel besitzt einen Durchmesser von ca. 25 m und eine Höhe von ca. 3 m. Das Plateau misst 10-12 m in der Breite. Es ist umgeben von einem
ca. 16 m breiten, wasserführenden Graben und einem ca. 1 m hohen und 10 m breiten Wall. Dieser wird außen von einem weiteren 5-6 m breitem Graben begleitet. Im Nordosten befindet sich ein dammartig erhöhter Zufahrtsweg (Länge: 60 m, Breite: 10 m, Höhe: 1,50m), der von bis zu 6 m breiten Gräben flankiert wird. Den Anschluss an die Innenfläche stellte eine Holzbrücke her, von der einige Hölzer auf dem Grund der Innengräfte gefunden wurden. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

1986 wurden bei der Reinigung der Gräfte Hölzer und eine Kanne aus Siegburger Steinzeug geborgen.