EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Fechtel

Geschichte:

Angeblich hat Karl der Große 776 auf dem Höhepunkt seiner Kämpfe mit den Sachsen diese Burg errichtet. Ein Text von 1420 berichtet: "Ein Ort auch, nicht weit von der Stadt Lippe gelegen, ist Burg Fechteler genannt, das heißt: die Burg der Fechtenden, wo einst Karl der Große eine Burg zum Schutze der bekehrten Sachsen gegen Widukind erbaut hatte. ..." In der gleichen Quelle heißt es, die Burg sei von den Ungarn niedergerissen worden und es seien noch Spuren zu sehen. Sicheren Boden betreten wir mit der Nennung der Burg Vechtel in Schriftquellen. 1280 wird die Anlage in einer Lehnsurkunde aufgeführt und 1238 benennt sich eine Ministerialenfamilie nach ihr. Bischof Otto II. von Münster bekundet 1250, dass er dem Kloster Marienfeld ein Zehntel von "Borg Fechtel" übertragen habe. Desweiteren wird die Burg 1256, 1271, 1298 und schließlich im ältesten Schatzungsregister des Fürstbistums Münster von 1498 genannt. Im Jahr 1554 werden in der "Wachgeldsordnung" unter der "Vogtei Mastholte" die Namen Berndt Fechteler und Johann Fechteler erwähnt. Vermutlich war der zur Burg gehörige Meierhof zu dieser Zeit geteilt. Bis heute hat sich der Name "Fechtel" erhalten. (Heike Tausendfreund; Jens Friedhoff)

Bauentwicklung:

Ungeachtet einer archäologischen Untersuchung des Burgareals, die 1970 stattfand, sind nach derzeitigem Kenntnisstand keine zuverlässigen Aussagen zur baulichen Entwicklung der hochmittelalterlichen Burganlage möglich. (Jens Friedhoff)

Baubeschreibung:

Über das Aussehen der Burg Fechtel ist nichts bekannt. Eine Dokumentation der aufgedeckten Fundamentreste scheint nicht zu existieren. (Heike Tausendfreund)

Arch-Untersuchung/Funde:

Eine archäologische Untersuchung, die 1970 stattfand, legte Teile der Fundamente frei. Weitere Mauerreste werden unter dem Acker vermutet.