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Malenburg

Geschichte:

Die Malenburg geht zurück auf die Brüder Alexander und Johann Morrian, genannt Maleman, die als Söhne Konrads von Morrien bereits vor 1300 dort genannt werden. Sicher erwähnt wird die Burg 1342, als Alexander Malemann gegenüber dem Kölner Erzbischof den Lehnsauftrag seiner Burg "Radelenbecke" erneuerte.
In der zweiten Hälfte des 14. Jh. erwirbt die Familie Aschenbrock Haus Mahlenburg. So wird 1369 Johann von Dorneburg gen. Aschenbrock zu Malenburg in einer Urkunde bezeugt, als er den Nederenhof in der Bauernschaft Hagem im Kirchspiel Datteln kauft. Er besaß also zu diesem Zeitpunkt die Malenburg bereits. Die Familie von Aschenbrock bleibt bis in das 17. Jh. hinein im Besitz des freiadligen Gutes. Im Jahre 1617 wird ein neues Burghaus aus Bruchstein errichtet, das bis zu seinem Abriss 1973 bestand.
1692 erwarb der Deutsche Ritterorden das Anwesen für 20.000 Reichsthaler und führte es bis 1809 als Kommende. Um 1700 baute man eine Kapelle auf dem Burggelände. Im Laufe des 18.Jh. werden die Holzgebäude der Burg erneuert sowie Anbauten an das Herrenhaus getätigt.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war das Anwesen im Besitz des Herzogs von Arenberg, der es wiederum verpachtete.
1973 wurde die Anlage niedergerissen und 1984 aus Arenbergschem Familienbesitz veräußert. (R. Beusing)

Bauentwicklung:

Angaben über die ursprüngliche Wasserburg sind unsicher, sie könnte in ihrer Grundform der späteren zweiteiligen Anlage entsprochen haben. Im 17. Jh., im Rahmen des Ausbaus zur Kommende, wurde ein neues Herrenhaus errichtet, das im 19. Jh. nochmal erweitert wurde. Der äußere Wassergraben, eine Kapelle und eine ca. 700 m entfernt liegende Mühle wurde ebenfalls im 17. Jh. errichtet. (R. Beusing)

Baubeschreibung:

Der nach einem Katasterplan von 1825 erstellte Grundriss der Anlage zeigt, dass Vor- und Hauptburg als zweiteilige Inseln in einem Teich von ca. 600x100 m Größe angelegt waren. Diese Kernanlage könnte in ihrer Grundform auf die spätmittelalterliche Burg zurückgehen. In einer späteren Bauphase wurde ein weiterer schmaler Wassergraben um die Gesamtanlage gezogen, so dass dieser sie rechteckförmig erweiterte. Auf die Vorburg führte ein Eingang von Südwesten und ein weiterer von Westen. Auf die durch einen Wassergraben von der Vorburg getrennte Hauptburg gelangte man über eine Brückenverbindung.
Das dreiflügelige Herrenhaus des 17. Jh. war zweigeschossig. Eine 1725 errichtete Kapelle befand sich im südöstlichen Bereich der Vorburg.. (R. Beusing)