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Callenberg

Geschichte:

Bereits 1266 wird als Zeuge einer Urkunde des Grafen Dietrich VII. von Kleve Johannes de Calverberg (=Callenberg) benannt, damit findet der Name seine erste Erwähnung. Die Hofanlage bestand aus einer mit Doppelgräften umgebenen Wasserburg. 1407 erwarb Lambert von Castrop Ländereien von Callenbergshof. 1426 wird der Hofesfrone (Gerichts-/Amtsdiener) Hyndrik Callenberg genannt, dessen Tod im Jahr 1440 beurkundet wird. Auch in den folgenden Jahrhunderten werden Mitglieder der Familie Callenberg immer wieder als Ministerialen und Hofrichter genannt. So war Johann Callenberg von 1530 bis 1600 Richter, Kirchenvogt, Erbe der Freiheit und des Gerichts Castrop. Er war verheiratet mit Else Rütershof aus Obercastrop.
Im Jahre 1716 wird bezeugt, dass Johann Heinrich Callenberg nach Berlin reiste, um für sich und seine Standesgenossen aus dem Gericht Castrop den Jurisdiktionseid zu leisten. Er war zugleich auch Münsterscher und Essener Hofrat sowie Richter der Herrlichkeit Huckrade.
Bis zum 19. Jh. blieb das Gut im Besitz der Familie Callenberg. Durch die Ehe der Erbtochter Bernhardine Callenberg mit Karl Anton Aloysius Werne ging es an die Familie Werne über. 1837 muss Hermann Karl Anton Josef Werne Konkurs anmelden. Zu dieser Zeit umfasste das Gut noch 240 Morgen an Ländereien. Durch Kauf ging es in den Besitz des Grafen von Westerholt über, die bisherigen Hofbesitzer wurden Pächter. 1950 kaufte der Landwirt Franz Knickenberg das Gut vom Grafen v. Westerholt. (R. Beusing)

Bauentwicklung:

Über die Bauentwicklung der Anlage ist nichts bekannt. 1925 wurde sie durch einen Brand vollständig zerstört. (R. Beusing)

Baubeschreibung:

Das ursprüngliche Gut, das am Castroper Hellweg gelegen war, wurde um 1700 an gleicher Stelle durch eine neue Wasserburg ersetzt. (R. Beusing)