EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Übach

Geschichte:

Eine noch nicht hinreichend ausgewertete Thorner Urkunde lässt vermuten, dass die Burg Übach schon Ende des 10. Jahrhunderts bestand. Sie war Sitz eines gleichnamigen Geschlechtes. Erstmals urkundlich erwähnt wird diese Adelsfamilie um 1140, als eine Regewidis von Übach sich und ihre Nachkommen der Abtei Thorn zinspflichtig machte. Aus dem Jahr 1172 ist eine Adelaida von Übach als Ministerialin der Kirche von Geilenkirchen bekannt, 1233 wird ein Wilhelm von Hubach genannt und im Jahr 1268 gab es einen Schöffen Wilhelm Ubach in Aachen. Weitere sich "von Übach" nennende Adelige werden in verschiedenen Quellen des 13. und 14. Jahrhunderts genannt. Im 17./18. Jahrhundert residierte hier die Familie von Streithagen. Durch Erbschaft kam die Burg an das Geschlecht von Ottegrafen, die sie 1742 verkauften. Die Grundherrschaft besaß durchgehend bis 1798 die Äbtissin von Thorn. (Markus Westphal)

Bauentwicklung:

Von der Burg ist nur bekannt, dass sie in der Nähe der Kirche auf dem Grundstück des alten Friedhofes lag. Nach dem Verkauf 1742 ist sie entweder abgebrochen oder umgebaut worden. Auf der Tranchot-Karte von Anfang des 19. Jahrhunderts ist an der Stelle der Burg ein rechteckiger Bau mit Ausmaßen von rund 35 mal 30 Metern abgebildet. Ob es sich um einen Neubau oder ein ehemaliges Burggebäude handelt, ist aus der Karte nicht zu erschließen. Die an das Friedhofstor anschließende, vereinzelt mit Backsteinen ausgebesserte Bruchsteinmauer könnte zur Burgbefestigung gehört haben. (Markus Westphal)

Baubeschreibung:

In die Gesamtbefestigung der Burg muss die Kirche einbezogen gewesen sein. Die Befestigung hatte danach einen rechteckigen Verlauf, aufgrund der Spornlage war sie nach Norden hin leicht abgerundet. Das auf der Tranchot-Karte nordöstlich der Kirche liegende Gebäude weist einen hufeisenförmigen, nur zur Kirche geöffneten Grundriss auf. Diese ungewöhnliche Form könnte darauf hindeuten, dass es sich um ein Burggebäude handelt; die noch heute erhaltene Mauer wäre dann ein Teil des westlichen Fundamentes.
(Markus Westphal)