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Machartz

Geschichte:

Das Machartz- oder Machetlehen zwischen Frelenberg und Zweibrüggen ist nach seinem ersten Besitzer Claes Machartz benannt. 1424 befreite Johann II., Herr von Heinsberg, es als Rittergut von allen Abgaben und Diensten "auf ewige Zeiten". Im Jahr 1484 wird ein Machartzbroich erwähnt; zu dieser Zeit besaß es wohl schon die Familie von Mirbach. Zwischen 1503 und 1539 ist es ein Heinsberger Lehen. Bei der Belehnung von Nikolaus von Mirbach im Jahr 1535 wird es als "Burgberg" bezeichnet, kurz danach gilt es als stark zersplissen. Im Jahr 1686 fehlt es in der Liste der Reiterlehen. Bis um 1850 bewirtschaftete der Pächter von Schloss Zweibrüggen hier seinen Gemüsegarten. (Markus Westphal)

Bauentwicklung:

Das Anwesen, dessen historisch gesicherte Anfänge bis in die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts zurückreichen, war eine mit Dämmen oder Wällen sowie Wassergräben umgrenzte rechteckige Anlage mit Außenmaßen von 60 mal 45 Metern. Beim Bau der Eisenbahn in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Gräben entwässert und weitgehend zugeschüttet. Heute befindet sich dort ein Wäldchen. (Markus Westphal)

Baubeschreibung:

Von der heute in einem Wäldchen liegenden Anlage sind die Wälle und Gräben teilweise noch sichtbar. Der Innenbereich ist von dichter Vegetation überwuchert und kaum zugänglich.
(Markus Westphal)

Arch-Untersuchung/Funde:

Frühmittelalterliche und mittelalterliche Gefäßreste wurden im Bereich der Burg geborgen.