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Obbendorf

Geschichte:

Die Geschichte des Adelssitzes Haus Obbendorf ist bislang erst unzureichend erforscht worden. Ursprünglich bezog sich der Name Obbendorf, der 893 in einem Urbar der Abtei Prüm auftaucht, auf den Ort Hambach. Einen ersten vagen Hinweis auf die Existenz eines Adelssitzes zu Obbendorf bietet eine Urkunde von 1301, in der Reinhard von "Obbendorp" erwähnt wird. Mitte des 14. Jahrhunderts begegnet der Familienname Schellart von Obbendorf. 1399 und 1416 befand sich Obbendorf im Besitz des herzoglich-jülichschen Hofmeisters Johann Schellart von Obbendorf. Die Familie hatte seit dem Beginn des 15. Jahrhunderts ihren bevorzugten Wohnsitz auf Haus Gürzenich. 1481 wird Hermann von Hammerstein zu Obbendorf als Inhaber des Jülicher Lehens Obbendorf genannt. Nach häufigem Besitzerwechsel im 17.und 18. Jahrhundert gelangt der Rittersitz schließlich 1902 an Josef Scheeren aus Hambach. Heute beherbergt die vortrefflich sanierte Burganlage ein Hotel-Restaurant. (Gabriele Rustemeyer)

Bauentwicklung:

Haus Obbendorf zählt zu den gut erhaltenen und aufwändig sanierten Objekten der Region. Der noch erhaltene gepflegte Baubstand der Wasserburg reicht nicht vor das ausgehende 14. Jahrhundert zurück. Aus der Bauzeit um 1400 stammt der ehemalige viergeschossige quadratische Torturm, während das zweigeschossige Herrenhaus auf Fundamenten eines Vorgängerbaues um 1604 unter Adam von Hammerstein zu Obbendorf neu errichtet wurde. 1995/96 wurde die vermauerte spitzbogige Durchfahrt des spätmittelalterlchen Torturms wieder geöffnet. (Gabriele Rustemeyer)

Baubeschreibung:

Von der im Kern spätmittelalterlichen Wasserburg Haus Obbendorf hat sich im Wesentlichen die Hauptburg erhalten. Es handlet sich um einen winkelförmigen Baukörper, bestehend aus dem zweigeschossigen Herrenhaus und dem spätmittelalterlichen Torturm, an den sich ein schmaler Treppenturm mit barocker Haube anschließt. Der viergeschossige quadratische Torturm mit spitzbogiger Durchfahrt wird von einem Satteldach bekrönt. Das zweigeschossige Herrenhaus weist getreppte Schwiefgiebel auf. (Gabriele Rustemeyer)