EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Alsenborn

Geschichte:

Über die Geschichte der Burg haben sich keinerlei verlässliche und eindeutig zuzuordnende Schriftquellen erhalten. Selbst bei der mutmaßlichen Ersterwähnung, bei der 1148 die Ministerialen Heinrich und Hunfried von Alsenzburne in Zusammenhang mit der Gründung des Klosters Enkenbach genannt werden (1172 erneute Nennung), kann es sich möglicherweise lediglich um einen Siedlungs- und nicht um einen Burgnamen handeln. Die nachfolgenden hoch- und spätmittelalterlichen Belege resultieren überwiegend aus Personennamen, die gleichfalls nicht unbedingt die Burg meinen. (Alexander Thon)

Bauentwicklung:

Es sind keine verwertbaren Quellen vorhanden. Vermutet wird aus dem Befund der Grabung von 1965/66 eine hölzerne Vorgängeranlage des 11. Jahrhunderts, die in staufischer Zeit durch Steinbauten abgelöst worden wäre. Belege hierzu fehlen. (Alexander Thon)

Baubeschreibung:

Offenbar stauferzeitliche Fundamente von zentralem Buckelquaderturm (9,50 x 9,50 m), der wohl durch nachträgliche Anschüttung eingemottet wurde. Dieser Turm war von einer abgerundeten, polygonalen, in einen wohl älteren Wall eingesetzten Ringmauer umgeben (ca. 30 m Dm.), an die im Westen außen weitere Steinbauten angesetzt waren. Es ist zwar durch Parallelen mit anderen Grabungen denkbar, aber hier keineswegs belegt, dass dieser staufischen Steinbauphase eine ältere Holzbauphase (Ringpalisade und Holzturm ?) vorausgegangen sein könnte. Die gesamte Anlage ist von einem runden, breiten Graben umgeben, der von der unmittelbar benachbarten Alsenzquelle gespeist wurde. Im Süden schloss sich wohl eine Vorburg an. (Reinhard Friedrich)

Arch-Untersuchung/Funde:

Rettungsgrabung 1965/66. Keine Funde bekannt. Um 1750 sollen zahlreiche Funde ausgegraben worden sein (Verbleib ebenfalls unbekannt). (A. Thon)