EBIDAT - Die Burgendatenbank

Menu

Lohausen

Geschichte:

Die Geschichte des ehemaligen Adelssitzes Haus Lohausen bedarf ebenso wie die des unweit entfernt gelegenen Adelssitzes Leuchtenberger Hof noch einer eingehenden archivalischen Untersuchung. Zumeist treten die niederadeligen Herren von Lohausen, die als Initiatoren beider Adelssitze vermutet werden können, in enger Verbindung mit den Herren von Kalkum auf. Sehr wahrscheinlich bestanden enge verwandtschaftliche Verbindungen. 1235 ist von einem Hof zu Lohausen die Rede. Ein Mitglied der zur bergischen Ministerialität zählenden Herren von Lohausen tritt 1288 anlässlich der Verleihung der Stadtrechte an Düsseldorf urkundlich in Erscheinung. Die verwirrende und bislang unzureichend erforschte Genealogie der Familie von Lohausen erschwert auch Angaben zur Geschichte ihres namengebenden Adelsitzes. Um 1800 gelangt das Anwesen durch Kauf an den aus Köln stammenden Unternehmer Heinrich Balthasar Lantz, der an der Stelle der 1804 niedergelegten Wasserburg ein klassizistisches Herrenhaus errichten lässt. 1969 konnte die Stadt Düsseldorf Haus Lohausen erwerben. Das Herrenhaus war zeitweise an den 1980 verstorbenen Galeristen Alfed Schemla verpachtet, der in dem öffentlich zugänglichen Park eine Skulpturensammlung präsentierte. (Gabriele Rustemeyer).

Bauentwicklung:

Zur baulichen Entwicklung des sehr wahrscheinlich bis ins Hochmittelalter zurückreichenden Adelssitzes der niederadeligen Herren von Lohausen sind auf der Grundlage des bisherigen Kenntnisstandes keine gesicherten Angaben möglich. An die Stelle eines Vorgängerbaues, der 1804 niedergelegt wurde, trat 1805 ein vornehmes klassizistisches Herrenhaus. Das zweigeschossige Gebäude liegt in einem weitläufigen Landschaftspark. Älter als das neue Herrenhaus ist das zweistöckige, in Backstein errichtete Torhaus. (Gabriele Rustemeyer)

Baubeschreibung:

Sowohl zum Grundriss als auch zur Baugestalt der 1804 niedergelegten Hauptburg lassen sich nach derzeitigem Kenntnisstand keine gesicherten Angaben machen. Inmitten eines großzügigen Parks liegt das 1805 von Heinrich Balthasar in Auftrag gegebene klassizistische Herrenhaus. Am Eingang zum Park blieb das ältere Torhaus erhalten. Es handelt sich um einen schlichten zweigeschossigen Backsteinbau mit flachem Krüppelwalmdach und einfachem viereckigem Dachreiter. (Gabriele Rustemeyer)