EBIDAT - Burgendatenbank des Europäischen Burgeninstitutes
Burgen an Rhein und Donau

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Baglyasko

Geschichte:

Die Forschung identifiziert diese Anlage mit der 1268 ohne Namen erwähnten Burg von Péter aus dem Herrengeschlecht Kacsics, die drei Jahre zuvor von seinen Gefolgsleuten erfolgreich gegen die Truppen von König Béla IV. verteidigt wurde. Peter gehörte zu dieser Zeit zu den bedeutendsten Grundherren der Umgebung. Nach seinem Tod fiel die Burg an seinen gleichnamigen Sohn, der aber mit seinen vier Brüdern um 1310 zu den Anhängern des Territorialherren Máté Csák zählte. Ihre Güter ließ der König Karl Robert von Anjou konfiszieren. Die Burg schenkte er spätestens 1324 seinem Günstlingen, Tamás Szécsényi. Vielleicht lag sie schon zu dieser Zeit in Ruinen. 1327 wird allerdings sie letztmaligt als "locus castri" erwähnt. Die Burggüter gehörten später zur der nahe liegenden Somosko. (Istvan Feld)

Bauentwicklung:

Mangels archäologischer Untersuchungen können wir über die Form dieser kurzlebigen Adelsburg nur Hypothesen formulieren. Es ist daher auch nicht bekannt, ob man hier mit mehreren Bauperioden/Bauphasen rechnen kann. Auf den hohen südlichen Felsblöcken standen wahrscheinlich nur Holzbauten. Gemauerte Bauiteile sind nur im Nordosten, innerhalb des Quergrabens vorauszusetzen. (Istvan Feld)

Baubeschreibung:

Die etwa 50 X 30 m große Anlage befindet sich auf einer 300 m hohen Erhebung in der Mitte eines kleinen Kessels östlich des Stadtzentrums von Salgótarján. Sie besteht aus einem, etwa 10 m hohen, steilen südlichen Felsblock. Künstliche Eingriffe sind heute nur in seiner Mitte festzustellen, wo ein etwa 5 X 3 m großer, einst mit Balken abgedeckter Raum in den Felsen gehaunen wurde, sowie aus einem, heute bewaldeten und mit Zerstörungssichten bedeckten flacherem Gebiet im Nordosten, das durch einen Quergraben begrenzt wird. (Istvan Feld)

Arch-Untersuchung/Funde:

Eine Ausgrabung fand auf dem Burggelände noch nicht statt. Hier und nordöstlich des Grabens, wo von einigen Forschern eine Vorburg vermutet wird, kommt nur urzeitliche Keramik vor. (Istvan Feld)