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Arnholt

Geschichte:

Haus Arnholt war der Stammsitz der Familie von Arnholte, in Arnholte bzw. Arnholteshagen gelegen. Arnholteshagen gehörte zum Herforder Stift auf dem Berge. Die von Arnholte waren mit den meisten Höfen zwischen Herford und dem Vlothoer Stadtteil Exter belehnt. An sie erinnert noch die Flurbezeichnung Arnholz. 1233 erscheint Johann von Arnholte als Ministeriale der Abtei Herford. Der Erzbischof von Köln übertrug ihm in diesem Jahr die Untervogteien des Edelherren Wilhelm von Blankena (siehe Blankena). Um 1300 waren die von Arnholte Lehnsträger des Bistums Minden (Höfe in Offelten und Arnholt, um 1330 zwei Höfe in Kipeshagen), um die Mitte des Jhs. kommen sie auch in einem Lehnsverzeichnis der Abtei Herford vor. Im 13. und 14. Jh. sind Ritter und Knappen von Arnholte Zeugen der Abtei und der Stadt Herford. Nähere Hinweise auf Aussehen und Befestigung des Hauses Arnholt sind nicht überliefert. Die Anlage ist nicht lokalisiert. In Herford auf der Honstraße besaß die Familie einen Stadthof, der von der Fürstabtei zu Lehen ging. 1338 verkaufte Lübbert von Arnholt die oberen Höfe (mansus) an Hartwig von Cuhusen. Goste von Arnholt war 1392 und 1447 Priorin des adeligen Stiftes Quernheim, zwei weitere Mitglieder dort Konventualinnen. Ein spätestens im 15. Jh. entstandenes Fenster in der Kirche des ehemaligen Herforder Damenstifts auf dem Berge zeigte 1825 das Wappen der Familie, das auch an einem Siegel einer 1425 ausgestellte Herforder Urkunde dokumentiert war. Mit Lübbert von Arnholte, 1461 zuletzt erwähnt, starb die Familie in männlicher Linie aus. Seine Tochter brachte das Gut um 1480 an Bruno von Streithorst, dessen Frau 1491 Witwe war. Er hinterließ eine Tochter. Von den von Streithorst kaufte die Stadt Herford das Gut. Der ravensbergische Statthalter Graf Philipp II. von Waldeck-Eisenberg veranlasste die Stadt um 1500 Herzog Wilhelm VII. von Jülich-Berg das Gut abzutreten. (Andreas Kamm)

Bauentwicklung:

Zur Bauentwicklung des vollständig abgegangenen, wohl als Wasserburg errichteten Hauses Arnholt liegen keine Informationen vor. (Andreas Kamm)

Baubeschreibung:

Ob es sich bei Haus Arnholte um eine Burg oder ein festes Haus handelt, ist ungewiss, zum Grundriss und zur Baugestalt des mittelalterlichen Adelssitzes sind nach derzeitigem Kenntnisstand keine zuverlässigen Angaben möglich. Die Anlage ist vollständig abgegangen. (Andreas Kamm)