EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Valdorf, Hünenburg

Geschichte:

Linksseitig des durch den Rahlbruch fließenden Forellenbaches befindet sich an der Grenze zu Bonneberg eine Anhöhe mit dem Namen Hünenburg, auf der durch eine Grabung 1995 eine Wallburg nachgewiesen werden konnte. Ehlers weist die Anlage der Eisenzeit zu, auch Ledebur und Schmidt nehmen einen frühgeschichtlichen Ursprung der Burg an, der seit der Grabung als widerlegt gilt. Damals aufgefundene Reste einer Zweischalenmauer weisen ins frühe oder hohe Mittelalter. Gut vergleichbar ist eine ähnliche Mauer auf der Wittekindsburg bei Minden/Porta Westfalica (9./10. Jh.). Eine genaue zeitliche Einordnung ist nicht möglich, da keine datierenden Funde vorhanden sind. Wann die Anlage aufgelassen wurde, ist unklar. Die wenigen Funde aus dem Grabungsschnitt sind ausschließlich neuzeitlich. (Andreas Kamm)

Bauentwicklung:

Wallring aus früh- oder hochmittelalterlicher Zeit, Zerstörung durch intensive landwirtschaftliche Nutzung seit dem 19. Jh. Am Hang der Hünenburg wurde spätestens seit 1535 bis 1958 hochwertiger Baukalk abgebaut und gebrannt. 1884 waren letzte Reste des "mächtige[n] Wallring[es]" noch deutlich zu sehen. Heute sind nur noch Spuren der Befestigung im Gelände zu erkennen. (Andreas Kamm)

Baubeschreibung:

Kleinere Ringwallanlage von etwa 0,7 bis 0.8 ha Fläche. Reste einer 1,8 m breiten Zweischalenmauer mit trocken gesetzter Außen- und Innenschale aus Bruchsteinen.
Der Eingang lag nach Mitteilung Schmidts im Norden. Das Burggelände zeigt sich heute als Wiese und wird ost- und westseitig von dichtem Mischwald begrenzt. (Andreas Kamm)

Arch-Untersuchung/Funde:

Auf dem Burggelände fanden 1995 Grabungen statt.