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Nettersheim

Geschichte:

1363 erhielten die Herren von Heynken, Vögte in Münstereifel, durch den Herzog von Jülich Ländereien in Nettersheim zum Lehen. Eine Burg wird in den Quellen nicht direkt erwähnt. Die Herren von Leuterath genannt Jünkerath übernahmen 1389 das Lehen. Nachdem Peter von Leuterath 1456 die Herrschaft geerbt hatte, nannte er sich von Nettersheim, so dass spätestens zu dieser Zeit auch ein entsprechender Adelssitz im Ort bestanden haben wird. 1481 ging der Besitz von Gut Nettersheim an Dietrich von Nettersheim über, der mit seinem Beinamen das weitverbreitete Geschlecht der Krümmel von Nettersheim begründete. Burg Nettersheim gehörte zu diesem Zeitpunkt zu den landtagsfähigen Rittersitzen des Herzogtums Jülich. Nachdem die Krümmel von Nettersheim 1678 ohne Nachkommen blieben, kam die Burg 1681 an die Herren von Gülicher, von denen sie 1716 an die von Zweiffell überging. Bertram Ludwig von Zweiffell verkaufte das Anwesen 1753 an Ferdinand von Weichs. Ab 1850 befand sich die Burg in bürgerlichem Besitz und musste kurz darauf der Verlegung der Bahngleise weichen. (Hans-Jürgen Greggersen)

Bauentwicklung:

Über die Baugeschichte von Burg Nettersheim ist wenig bekannt. Ein erstes Gebäude wird vermutlich um die Mitte des 15. Jahrhunderts entstanden sein. Als gesichert kann die Existenz einer Burg um 1480 gelten. Bis zur Niederlegung der Anlage um 1850 sind mehrere Umbauten und Modernisierungen der Gebäude anzunehmen. (Hans-Jürgen Greggersen)

Baubeschreibung:

Zum Aussehen der ehemaligen zweiteiligen Burg, die im 18. Jahrhundert auch als Schloss bezeichnet wurde, ist nichts überliefert. Die umfangreiche, etwa quadratische Anlage war von Wassergräben umgeben, die durch die vorbeifließende Urft gespeist wurden. (Hans-Jürgen Greggersen)