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Sewardessen

Geschichte:

Die Motte wird direkt in keinen bekannten historischen Quellen erwähnt. Da sie unmittelbar der Wüstung Sewardessen benachbart ist, wird sie aber historisch zu dieser möglicherweise nur einen größeren Hof umfassenden Siedlung gehört haben. Diese wird 1011 erstmals erwähnt, als sie an den Bischof Meinwerk von Paderborn kam. Nach 1036 wird sie nicht mehr in den Quellen erwähnt, 1587 lag sie schon längere Zeit wüst. Möglicherweise saß auf der Motte ein Ministeriale des Bistums Paderborn. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Zur Bauentwicklung der Motte selbst lässt sich aufgrund des Mangels an historischen oder archäologischen Quellen keine Angaben machen. Ihre Existenz lässt sich aber sicherlich mit derjenigen der benachbarten Wüstung Sewardessen parallelisieren, die im 11. Jh. in den Quellen erscheint und bei Feldbegehungen Keramik des 12. und der ersten Hälfte des 13. Jhs. erbrachte. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Ein 23 x 12 m großer und noch 2-3 m hoher Turmhügel, der durch einen wahrscheinlich ehemals wasserführenden Graben aus der Terrasse östlich eines Bachbetts heraus modelliert wurde. Östlich davon befindet sich die Wüstung Sewardessen mit noch erkennbaren Wohnpodien. Das Bachtal wurde von einem oberhalb gelegenen, jetzt größtenteils zerstörten Querdamm gesperrt. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Feldbegehungen.