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Marschallshagen

Geschichte:

Es gibt keine direkten Erwähnungen dieser Motte in den Schriftquellen. Wahrscheinlich besteht aber ein Zusammenhang mit der sich in diesem Bereich befindlichen Siedlung "Rodenbredengudt" und der nordöstlich gelegenen Wüstung Marschallshagen. Das Gut wird von der Mitte des 14. Jhs. bis 1480 in den Quellen erwähnt, gleichzeitig brechen auch die Nachrichten über die Wüstung ab. Der Wüstungsprozess erfolgte hier wohl infolge der Herausbildung der Grundherrschaft des Klosters Dalheim. Ein ähnlicher Existenzzeitraum wäre dann auch für die Motte anzunehmen. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Da bisher keine archäologischen Untersuchungen des Objektes stattgefunden haben und auch die Schriftquellen keine Aussagen über die Anlage machen, können beim gegenwärtigen Forschungsstand keine Aussagen über die Baugeschichte getroffen werden. Begehungen erbrachten Lesefunde des 13./14. Jhs. 1988 wurde die Anlage bei Forstmaßnahmen schwer beschädigt. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die rundliche Kernburg besitzt einen Innendurchmesser von ca. 20 m und ist von einem von innen gesehen 1,20 m hohen Wall umgeben, der außen von einem Graben begleitet wird. Das im Südwesten gelegene Tor war auf der Außenseite durch einen sichelförmigen Wall mit Graben gesichert, so dass eine Art Zwinger entstand. Im Nordosten und Südwesten schließt jeweils der niedrige Wall der 90 x 80 m großen Vorburg an. Im Innern der Hauptburg sind mehrere Kellergruben erkennbar. 12 m südlich des Tores beginnt ein nur noch schwach erkennbarer Steinwall, der 40 m weit nach Osten führt. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Lesefunde des 13./14. Jhs.