EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Bauska / Bauske

Geschichte:

Der Bau der Burg Bauske wurde im Jahre 1443 in der Regierungszeit von Heidenreich Vinke von Overberg (Landmeister in Livland des Deutschen Ordens) begonnen, um ein Verwaltungszentrum und eine Festung unweit der Grenze mit Litauen zu errichten. Als 1451 Bauske von den Visitatoren des Grossmeisters besucht wurde, wohnten in der Burg vier Ritter- und zwei Priesterbrüder. Bis 1559 residierten in der Burg Ordensvögte, von denen sieben Namen in den Urkunden erhalten geblieben sind. Am 31. August 1559 hat der Coadjutor Gotthard Kettler Bauske mehrere andere Burgen dem König Polens verpfändet. 1560 hat sie König Bauske dem letzten Rigaer Erzbischof zum Wohnort gegeben. 1562 kam Bauske in den Besitz des neugebildeten Herzogtums Kurland und Semgallen. Von 1587 bis 1596 befand sich in der Burg die Kanzelei des Herzogtums und der Hof des Herzogs, weshalb die Vorburg der Ordensburg in der Zeit von 1584 bis 1596 zur herzoglichen Residenz ausgebaut wurde. Ende des 16. Jhs. sind die ersten Erdbefestigungen um das Schloss errichtet worden. Da sich das Schloss am Weg von Litauen nach Riga befand, wurde es während der Kriege des 17. Jhs. mehrmals von verschiedenen Armeen angegriffen. Die ältesten Pläne der Burg wurden von den Schweden 1625 angefertigt. Seit 1629 residierte im Schloss Bauske der herzogliche Hauptmann. Die Inventare von 1650, 1652 und 1698 bezeugen, dass im 17. Jh. nur das Schloss und nicht mehr die ehemalige Ordensburg bewohnt wurde. Am Anfang des 18. Jhs., als der Grosse Nordische Krieg ausbrach, wurde Bauske von Schweden eingenommen und 1702 mit neuen Erdwällen befestigt. Aus dieser Zeit hat sich die einzige Zeichnung der Festung erhalten. 1705 wurde das Schloss von der russischen Armee eingenommen und nach ihrem Abzug 1706 gesprengt. Nach dem Krieg wurde das Schloss nicht mehr bewohnt. 1976 bis 1992 fanden auf dem Gelände der Ruinen des Schlosses archäologische Ausgrabungen und gleichzeitig auch Restaurierungen der herzoglichen Gebäude statt. Die Ruine der Ordensburg wird seit 2000 konserviert. Jetzt befindet sich im erneuerten Schloss ein Museum. (Ieva Ose)

Bauskas pili saka celt Livonijas ordenmestra Heidenreiha Finkes no Overbergas valdišanas laika (1438-1450), lai izveidotu parvaldes centru netalu no robežas ar Lietuvu. Kad Bausku 1451.g. apmekleja Vacu ordena sutiti vizitatori, pili dzivoja 4 ordenbrali un 2 priesteri. Laika no 1451.–1559. gadam pili parvaldija ordena fogti, no kuriem septiniem vestures avoti min ari vardus. 1559. gada 31. augusta koadjutors Gothards Ketlers kopa ar vairakam citam pilim Bausku iekilaja Polijas karalim. 1560. gada karalis Sigismunds II Augusts pieškira Bausku par mitekli beidzamajam Rigas arhibiskapam. 1562. gada Bauska nonaca jaunizveidotas Kurzemes – Zemgales hercogistes ipašuma. No 1587.-1596.g. te atradas hercogistes kanceleja un hercoga Fridriha galms. Tapec ordena laika celto priekšpili 1584.-1596.g. parbuveja par hercoga rezidenci. Šaja laika veidoti ari pirmie zemes nocietinajumi. Ta ka pils atradas pie cela, kas no Lietuvas veda zu Rigu, tad 17. gs. Karos ta vairakkart postita. 1625. gada pili ienema Zviedrijas karala Gustava II Adolfa karapulki. Zviedri zimejuši lidz šim zinamo vecako Bauskas pils planu. Kopš 1629.g. pili rezideja hercoga iecelts parvaldnieks. Ka rada 1650., 1652. un 1698.g. inventarizaciju materiali, 17. gs. Apdzivota tikai hercoga celta pils dala, bet veca ordenpils vairs netiek mineta. Liela Ziemelu kara sakuma pili ienema zviedri un 1702.g. izbuveja jaunus zemes valnus ar bastioniem. 1705. gada pili ienema krievi, bet, mainoties kara veiksmei, 1706. gada vini atkapjoties celtni daleji uzspridzinaja. 18. gadsimta pils vairs netika apdzivota un pakapeniski parvertas drupas. 1976.-1992.g. pili notika arheologiskie izrakumi un hercoga laika celtas pils dalas rekonstrukcija. Kopš 2000. g. notiek ordena laika pilsdrupu konservacija. Atjaunotaja pili atrodas muzejs.

Bauentwicklung:

Die Ordensburg wurde ab 1443 errichtet. Östlich vor der Hauptburg ist eine Vorburg gewesen, die anfänglich mit einer Palisade und später mit der Ringmauer befestigt wurde. Im ersten Viertel des 16. Jhs. wurden an ihren östlichen Ecken zwei halbrunde Türme errichtet. 1584 bis 1596 wurden in der ehemaligen Vorburg drei Flügel des Schlosses des Herzogs von Kurland und Semgallen ausgebaut. Die archäologischen Ausgrabungen haben gezeigt, dass parallel zur Ostwand der Vorburg 14 m entfernt der älteste Abschnittsgraben gezogen wurde. Dieser Graben wurde am Ende des 16. Jhs. zugeschüttet, als am Fuss des südöstlichen Turmes ein Erdrondell errichtet wurde. Im Laufe des 17. Jhs. wurden die Erdbefestigungen dreimal umgebildet. Die letzten Bastionen, die sich grössenteils bis zu unseren Tagen erhalten haben, wurden 1702 erbaut. (Ieva Ose)

Bauskas pili saka celt 1443. gada. Pirmaja buvperioda celta pils, kuras austrumu puse izveidoja priekšpili - to sakuma ietvera palisade, bet velak mura sienas. 16.gs. Pirmaja ceturksni priekšpils austrumu mala celti divi pusapali torni. 1584.-1596.g. ordena laika priekšpili parbuveja par hercoga rezidenci, uzcelot tris korpusus ap iekšejo pagalmu. Izrakumu laika paraleli priekšpils austrumu sienai 14 m attaluma no tas atsedza vecako aizsarggravi. 16. gs. Beigas tas aizberts, kas veidots zemes rondelis DA torna pakaje. 17. gs. Zemes nocietinajumi tika tris reizes parveidoti. Lidz musdienam daleji saglabajušies zemes valni un bastioni izveidoti 1702. gada.

Baubeschreibung:

Die in der Mitte des 15. Jhs. erbaute Ordensburg bestand aus einer Kernburg mit einem trapezförmigen Grundriss (56 m lang und im mittleren 31 m breit), sowie einer Vorburg. Alle vier Seiten der Kernburg wurden mit hervortretenden Türmen oder Basteien gesichert, die für die Verteidigung mit Feuerwaffen geeignet waren. Das Haupttor befand sich in der Ostseite zwischen dem massigen, halbrunden südlichen Turm mit einem Durchmesser von 15,75 m sowie 3,6 m starken Wänden und dem kleineren nördlichen Turm. Die nördliche Aussenmauer der Burg längs dem steilen Ufer der Memele ist nur 1,66 m, hingegen die südliche Mauer längs dem geneigten Ufer der Musa 3,5 m stark. Bis zu unseren Tagen haben sich über die Erde fast nur die äusseren Mauern der Ordensburg erhalten. Aber aus den 1625 angefertigten schwedischen Plänen ist bekannt, dass die Hauptburg vier Flügel hatte, die den Innenhof umfassten. In der Mitte des Hofes befand sich ein Brunnen. Im nördlichen zweigeschossigen Flügel waren Wohnräume. Als Baumaterial wurden grob behauene hellgraue Dolomitquader und -platten verwendet. An einigen Ecken, Fensteröffnungen und Gewölben wurden rote Ziegeln eingemauert.
Östlich vor der Hauptburg lag eine Vorburg. Im ersten Viertel des 16. Jhs. wurden an ihren östlichen Ecken zwei Türme erbaut. Der archäologisch freigelegte südöstliche Vorburgsturm mit dem Grundriss eines Hufeisens hat die äusseren Ausmasse (Breite) von 12,7 bis 14,10 m.
Das in der Vorburg der ehemaligen Ordenburg errichtete herzogliche Schloss besteht aus drei zweigeschossigen Flügeln um den 19 x 54,5 m grossen Innenhof. Der Torgang zum Schloss führt durch den südlichen Flügel neben dem Eckturm. Mehrere Fassaden waren verputzt und mit eingeritzten Sgrafitto-Quadern dekoriert, die jetzt schon teils restauriert sind. Im Hauptgeschoss des nördlichen Flügels befanden sich die Räume des Herzogs, zu denen eine Freitreppe vom Innenhof führte. Die bis jetzt erhaltenen grossen Bastionen und der tiefe Graben entstanden am Anfang des 18. Jhs. (Ieva Ose)

15. gs. Vidu uzcelta ordenpils sastaveja no trapeces planojuma galvenas pils, kas bija 56 m gara un videji 31 m plata, ka ari no priekšpils. Galvenas pils visas cetras malas sargaja izvirziti torni vai bastejas, kas bija piemeroti aizsardzibai ar ugunsierociem. Galvena ieeja atradas austrumu mala starp diviem pusapaliem torniem. Lielakais no tiem ir dienvidu tornis ar 15,75 m diametru un 3,6 m biezam sienam. Zu stava Memeles krasta celta ziemelu arsiena ir tikai 1,66 m bieza, bet dienvidu arsiena – 3,5 m. Lidz musdienam virs zemes saglabajušas gandriz tikai pils arsienas, bet 1625.g. plans liecina, ka galvenajai pilij visapkart pagalmam bijuši korpusi. Iekšeja pagalma vidu bija aka. Ziemelu korpusa atradas dzivojamas telpas. Muri celti no gaišpelekiem dolomitiem, bet ailam un velvem izmantoti sarkanie kiegeli. Galvenajai pilij austrumu mala piesledzas priekšpils. 16.gs. Pirmaja ceturksni tas austrumu sturos uzbuveto pusapalo tornu izmeri, balstoties zu izrakumos gutajam zinam, ir no 12.7 m lidz 14.10 m.
Ordena laika priekšpils vieta 16. gs. Beigas celta jauna hercogu rezidence, kas sastav no trim divstavu korpusiem ap 19x54,5 m lielo iekšejo pagalmu. Galvena ieeja ved cauri dienvidu korpusam blakus DA stura tornim. Jaunas pils arsienas apmestas un rotatas ar sgrafito tehnika iezimetiem kvadriem, kas tagad ir atjaunoti. Ziemelu korpusa otraja stava atradas hercoga dzivojamas telpas, un zu tam no pagalma veda valejas kapnes. Lidz musdienam saglabajušies bastioni izveidoti 18. gs. Sakuma.

Arch-Untersuchung/Funde:

Einzelne Grabungen in den Ruinen wurden schon Ende des 19. Jhs. gemacht, die leider undokumentiert geblieben sind. 1976-1992 wurden archäologische Ausgrabungen unter Leitung von Andris Caune in den Ruinen der Flügel des Schlosses sowie am Fuss der Aussenmauer der Ordensburg am Abhang der Memele und an der Ostseite des Schlosses vor dem Graben unternommen. Seit 1996 werden nach Bedarf Ausgrabungen von Janis Grube geleitet, die mit der Restaurierung des Schlosses verbunden sind. 2011 wurde der Innenhof des Schlosses bis zum letzten Pflaster freigelegt.