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Dahl bei Neunkirchen

Geschichte:

Der in einem modernen Wohngebiet am Rande der Gemeinde Neunkirchen gelegene ehemalige Adelssitz Haus Dahl ist kaum noch als eine spätmittelalterliche Anlage zu erkennen. Die Besitzgeschichte von Haus Dahl bedarf noch einer eingehenden Untersuchung. Es handelt sich um ein spätmittelalterliches Burghaus, das vermutlich in das 15. Jh. datiert und sich im Besitz der Familie von Zweiffel befand. Wie bei zahlreichen Anlagen, so erfolgte auch auf Haus Dahl ein häufiger Wechsel der Besitzer. Nachweisbar sind die von Schelten, von Quad, von Meerscheid genannt Hillesheim, von Ossa, von der Portzen und De la Motte. 1711 gelangte Haus Dahl an die Grafen von Nesselrode, die das Haus u. a. als Forsthaus nutzten. Heute befindet sich Haus Dahl in Privatbesitz und ist daher nicht zu besichtigen. (Gabriele Rustemeyer)

Bauentwicklung:

Zur baulichen Entwicklung des kleinen Adelssitzes Haus Dahl liegen bislang keine gesicherten Erkenntnisse vor. Typologisch ist das Objekt als Burghaus anzusprechen und datiert sehr wahrscheinlich in das 15. Jh. Bedingt durch die wechselvolle Besitz- und Nutzungsgeschichte erfuhr Haus Dahl sehr wahrscheinlich mehrfach bauliche Veränderungen. Das modern überformte Anwesen inmitten neuer Wohnbebauung ist kaum noch als ehemaliger Adelssitz auszumachen. (Gabriele Rustemeyer)

Baubeschreibung:

Der ehemalige Rittersitz Haus Dahl liegt in einer modernen Wohnsiedlung am Rande des Ortes Neunkirchen. Lediglich ein Straßenschild bietet einen Hinweis auf das heute in Privatbesitz befindliche und daher nicht zu besichtigende Objekt. Es handelt sich um ein schlichtes spätmittelalterliches Burghaus, das über einem rechteckigen Grundriss in leicht exponierter Lage erbaut wurde. Über einem steinernen Sockel erhebt sich ein Fachwerkgeschoss. Architekturformen oder Fenster, die stilistische Datierungsmöglichkeiten bieten, sind nicht vorhanden. Das Anwesen ist modern überformt und daher nur schwer als ehemaliger Adelssitz zu identifizieren. (Gabriele Rustemeyer)