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Haaren

Geschichte:

Das Haus Haaren diente den Grafen von der Mark zur Sicherung der Lippegrenze gegen das Bistum Münster. Zudem kontrollierte es einen Flussübergang. Das den ursprünglichen Namen des Hauses führende Geschlecht von Horne verkaufte das Haus 1337 an Dietrich Harmen. Zu diesem Zeitpunkt war das Haus aber schon zwischen zwei Familien geteilt. Die andere Hälfte besaßen bis 1621 die von der Recke. Erst durch die damaligen Heirat von Konrad von der Recke und Gerberga von Wylich, der Witwe des Johann Wilhelm Harmen, wurden beide Teile wieder vereint. 1763 kam das Haus an die Linie Haaren-Uentrop und wurde nicht mehr bewohnt. 1839 wurde der Rittersitz als verfallen bezeichnet und 1851 legte man das unbewohnte Haus nieder. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Über die erste spätmittelalterliche Anlage auf dem Burgareal lassen sich nach bisherigem Kenntnisstand keine zuverlässigen Angaben machen. In nachmittelalterlicher Zeit erfolgten mehrfache bauliche Veränderungen bzw. Neubauten des Adelssitzes.
Das vorletzte Herrenhaus ist nach einem Wappen 1559 von den von Harmen errichtet und zu Beginn des 18. Jhs. erneuert worden. 1816 erfolgte ein Neubau als einfaches Fachwerkhaus. (Stefan Eismann, Jens Friedhoff)

Baubeschreibung:

Das Herrenhaus lag ursprünglich auf einer Insel am Nordufer der Lippe. Die Wirtschaftsgebäude waren in Fachwerkbauweise errichtet. An der Burg führte eine hölzerne Brücke über die Lippe. Bei dem frühneuzeitlichen Herrenhaus, das Mitte des 19. Jahrhunderts niedergelegt wurde, handelte es sich um ein einfaches Fachwerkgebäude mit angebautem Schuppen. Im digitalen Geländemodell lässt sich noch der ursprüngliche Gräftenverlauf erkennen, von dem nur noch der Südteil erhalten ist. Demnach besaß die große Anlage ursprünglich eine unregelmäßig dreieckige Form. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine