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Steinebach

Geschichte:

Bei der Niederungsburg Steinebach an der Wied handelt es sich um den Stammsitz eines gleichnamigen niederadeligen Geschlechts, das in der urkundlichen Überlieferung erstmals 1273 erscheint und bereits um 1550 erlosch. 1292 trugen die Herren von Steinebach ihre Güter der Zisterzienserabtei Marienstatt bei Hachenburg zu Lehen auf. 1424 begaben sie sich in die Lehnsabhängigkeit der Grafen von Sayn. 1555 wird die Burg Steinebach als saynischer Besitz bezeichnet. Nach mehrfachem Besitzerwechsel gelangte die - vermutlich bereits im 16. Jh. ruinöse Burg - an die Grafen von Manderscheid-Blankenheim, die Herren der Grafschaft Sayn-Hachenburg. (Jens Friedhoff)

Bauentwicklung:

Zur baulichen Entwicklung der Niederungsburg liegen bislang keine gesicherten Erkenntnisse vor. Die spitzbogige Tordurchfahrt in dem noch erhaltenen ruinösen Torturm lässt eine Entstehung im ausgehenden 13. bzw. beginnenden 14. Jh. vermuten. Anfang der 1990er Jahre wurde das stark vernachlässigte Burggelände von einem örtlichen Heimatverein neu gestaltet. Die Gräben um das Burggelände wurden zum Teil wieder geflutet und die Turmruine saniert. (Jens Friedhoff)

Baubeschreibung:

Deutlich erkennbar ist das von Wassergräben umgebene rechteckige Burgareal. Mit Ausnahme des noch bis zu 5 Meter hohen quadratischen Tortumes mit einer gotischen Tordurchfahrt sind oberirdisch keine Mauerreste erkennbar. Über die Existenz einer Vorburg oder eines Wirtschaftshofes lassen sich bislang keine konkreten Angaben machen. (Jens Friedhoff)