EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Odenbach

Geschichte:

Die Umstände der Burggründung sind nicht bekannt. Der gleichnamige Ort Odenbach läst sich bereits in den Schrirftquellen des 9. Jh. nachweisen. Eine erste Erwähnung, die sich vermutlich auf die Burg Odenbach bezieht, findet sich daraufhin 1190 durch "Eberhardus de Ottenbach". Zu dieser Zeit gehörte das Land dem Bischof von Verdun, der wiederum den Grafen von Veldenz belehnte.
Erst ab 1303 ist daraufhin eine Veränderung in der Besitzstruktur der Anlage erkennbar: Die damals sechs Gemeiner übertrugen ihre jeweiligen Anteile an Veldenz, sodass der Graf nun nicht mehr Lehensnehmer, sondern Lehensherr der Burg wurde. Die Auszahlung des Bischofs erfolgte wenige Jahre später.Für das Jahr 1377 sind immerhin 18 Gemeiner überliefert.
Die Geschichte der Burg zur frühen Neuzeit ist wenig bekannt. Im Dreißigjährigen Krieg begann der bauliche Niedergang der Anlage, da ab 1620 spanische sowie später auch französische Truppen die Burg besetzten. Zu dieser Zeit wurde einzig der Bergfried erhalten weiterhin durch die Bevölkerung als Zuflucht genutzt. Dessen weitgehende Zerstörung erfolge wohl 1677 durch französische Soldaten. (Stefan Weispfennig)

Bauentwicklung:

Über die bauliche Entwicklung der mittelalterlichen Burg liegen leider keine Erkenntnisse vor.
Lediglich der noch erhaltene Bergfried bzw. dessen bauliche Beschaffenheit erlauben den Rückschluss auf weitere, sich an den Turm anlehnende Bauten. Ebenso lässt das Mauerwerk auf einen Bau in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts oder wenige wenige Jahre später schließen, jedoch kann aufgrund der Quellenlage der Bau der Anlage zumindest auf die Zeit vor 1190 eingegrenzt werden.
Das Ausmaß der Kernburg lässt sich zudem anhand eines Katasterplanes erahnen, da dieser eine polygonale Ringmauer um ein Areal von etwa 30 mal 40 Metern aufzeigt. (Stefan Weispfennig)

Baubeschreibung:

Heute besteht die ehemalige Burganlage lediglich aus der Ruine des sogenannten Weiherturmes, der als Bergfried noch in der frühen Neuzeit der Dorfbevölkerung Schutz bot. (Stefan Weispfennig)