EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Altenfelsberg

Geschichte:

Der Name "Altenfelsberg" leitet sich aus dem alten standortbezogenen Namen "Felsberg" ab. Als die Burganlage im 14. Jahrhundert jedoch zerstört wurde, errichteten die Burgherren eine neue Burg an einem anderen Standort (heute unter "Teufelsburg" bekannt). Daher wird die Burg zu Sankt Barabara heute als "Altenfelsberg" bezeichnet.
Erstmals urkundlich erwähnt wird die Burg 1197, als dort Udo von Vellesperc Burgherr war. Man vermutet heute aber aufgrund archäologischer Funde, dass sie schon Mitte des 11. Jahrhunderts errichtet worden war. Im Jahre 1300 wurde Wichard von Brücken als Lehensmann von Herzog Friedrich III. von Lothringen Burgherr. Ihm folgte 1301 sein Neffe Wichard von Homberg, der mit Hildegard von Sierck verheiratet war. Ein Wichard von "Velsperch" (vermutlich dieselbe Person) war dann 1304 dem Erzbischof von Trier lehnshörig, gleichzeitig aber auch Justitiar des Herzogs von Lothringen. Es zeichnete sich also ein lehnsrechtlicher Interessenkonflikt zwischen Trier und Lothringen in diesem Gebiet ab. Nach dem Tode Winrichs übernahm sein Schwager Johann von Sierck, Kantor von Trier und Probst zu Utrecht, die Herrschaft über die Burg. In einer Fehde zwischen Erzbischof Balduin von Trier und Wildgraf Johannes von Dhaun stellte sich Johann auf die Seite des Wildgrafen. Er gewährte ihm Zuflucht in seiner Burg und ermöglichte es ihm, von dort aus neue Angriffe gegen Balduin zu führen. Jedoch hatten sich Johann und der Wildgraf verschätzt: Vergeblich hofften sie auf die Unterstützung des Herzogs von Lothringen. Da diese nicht kam, schaffte es Balduin 1341 schließlich, die Burg Felsberg einzunehmen und bis auf die Grundmauern zu schleifen. Die Burg wurde daraufhin nicht mehr wieder aufgerichtet. (Marc Holzheimer)

Bauentwicklung:

Auch wenn die Burganlage erst für 1197 belegt ist, wurde sie vermutlich schon Mitte des 11. Jahrhunderts errichtet. Über die weitere Bauentwicklung ist nichts bekannt. 1341 wurde sie schließlich bis auf die Grundmauern zerstört. In der Folgezeit war das Burgareal jedoch auch weiterhin bewohnt, wenn auch nicht befestigt. Heute ist das Areal in Privatbesitz. (Marc Holzheimer)

Baubeschreibung:

Die nach Osten spitz zulaufende, dreieckige Anlage bestand aus einer Hauptburg (40 x 20 m) an der Ostspitze und einer durch eine Graben getrennten Vorburg. Nach Norden und Süden war die Burg durch den Hang gesichert, nach Westen durch einen weiteren Graben. Zudem bot eine Ringmauer weiteren Schutz. Vermutlich besaß die Hauptburg einen Bergfried. Von all den Bauwerken ist heute kaum mehr als das Bodenrelief und einige wenige Mauerreste auszumachen. (Marc Holzheimer)

Arch-Untersuchung/Funde:

Bei Grabungen wurden Scherbenfunde aus dem 11., 15. und 16. Jahrhundert sowie Mauerreste gefunden. Beobachtungen konnten das ungefähre Ausmaß der Burganlage feststellen. (Marc Holzheimer)