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Orensberg

Geschichte:

Über die Besitzergeschichte oder die Erbauungszeit dieser vermutlich frühmittelalterlichen Wallanlage ist nichts bekannt. Die Datierung fällt im Allgemeinen schwer und kann sich nur auf archäologische Indizien stützen, die eine karolingerzeitliche Fluchtburg des 9. Jahrhunderts vermuten lassen. Zu dieser Zeit war der Schutz an dieser Stelle wohl gegenüber Einfällen von Normannen und Ungarn notwendig.
Die archäologisch untersuchten Wohnstätten im Innern der Anlage sind jüngeren Ursprungs und gehörten wohl zu einem spätmittelalterlichen Steinbruch.
Wann der Ringwall nicht mehr als befestigte (Schutz?) Anlage genutzt wurde, ist unbekannt. Archäologische Erkenntnisse sprechen für zumindest einen großen Brand, was auf eine gezielte Zerstörung hinweisen kann. (Stefan Weispfennig)

Bauentwicklung:

Die bauliche Entwicklung dieses Ringwalls lässt sich trotz mehrfacher archäologischer Untersuchungen nicht nachvollziehen. Vom Gipfel zur Südseite des Orensberges zieht sich ein Ringwall, dem wohl angesichts der recht steilen Hanglage kein Graben vorgelagert war. Heute noch zu erkennen ist der dahinter gelegene Graben, der sicherlich als Materialgraben entstand und dann möglicherweise als Wehrgang genutzt werden konnte. Der an der Ostseite so interpretierte Zugang zur Burg mit Toranlage ist ebenfalls noch erkennbar. (Stefan Weispfennig)

Baubeschreibung:

Im Wesentlichen sind in Anbetracht der heute noch vorhandenen Reste der eigentliche Ringwall außen und der ihm nachgelagerte Materialgraben heute von den spätmittelalterlich und frühneuzeitlich genutzten Wohnstätten zu unterscheiden, die sich im Zentrum der Anlage befinden und wohl zu einem Steinbruch gehörten. (Stefan Weispfennig)

Arch-Untersuchung/Funde:

Seit dem 19. Jahrhundert konnte die Wallanlage mehrfach archäologisch untersucht werden. Neben den baulichen Resten wurden dabei unter anderem Keramikfunde gemacht sowie dendrochronologische Untersuchungen durchgeführt, die eine Datierung zwischen dem späten 8. und dem 10. Jahrhundert einbrachten. (Stefan Weispfennig)