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Bübingen bei Nenning

Geschichte:

Eine ursprünglich mittelalterliche Burganlage an der Stelle der heutigen Schlossruine lässt sich historisch in das Jahr 1340 datieren, als Gobel von Remich eine befestigte Anlage errichten ließ. Gobel begründete das Geschlecht der Familie von Bübingen.
Bereits 1456 wurde der Besitz geteilt, wobei Cuno von Bübingen noch die Stammburg für sich behaupten konnte. Jedoch starb die Familie von Bübingen im folgenden Jahrhundert aus, sodass zu diesem Zeitpunkt ein Großteil der Anlage in Besitz der Familie von Bellenhausen stand. In die Zeit des 15. Jahrhunderts ist wohl auch ein Ausbau der Burg zu datieren, der bis ins 17. Jahrhunder in dieser Form bestand.
Nachdem die Anlage im Dreißigjährigen Krieg schon beschädigt worden war, waren es im Jahre 1668 französische Truppen, welche die spätmittelalterliche Anlage komplett zerstörten. Unter der Familie von Maringh wurde das Schloss des frühen 18. Jahrhunderts errichtet, das bis in den Zweiten Weltkrieg in Nutzung blieb. 1940 wurde es vom Landkreis Saarburg aufgekauft und bis zur Zerstörung durch die Alliierten 1944 noch als Schule genutzt.
Seither wurden an der Ruine keine Instandsetzungsarbeiten mehr durchgeführt. (Stefan Weispfennig)

Bauentwicklung:

Da die mittelalterliche Wasserburg im Jahre 1668 zerstört wurde und an ihrer Stelle das Schloss errichtet wurde, ist die genaue Gestaltung der Anlage des 14. Jahrhunderts heute nicht mehr zu erkennen.
Der zu diesem Zeitpunkt anscheinend noch intakte Turm, der die Nordostspitze des neuzeitlichen Schlosses bildete, stellt den einzigen erhaltenen mittelalterlichen Teil der Anlage dar. In seinem Erdgeschoss lag eine Kapelle. Welche Teile der früheren Burg im späten Mittelalter umgebaut wurden, bleibt unbekannt. Ebenso kann keine Aussage darüber gemacht werden, welche frühneuzeitlichen Zerstörungen der Anlage widerfuhren.
Das heute noch in Ruinen existente Schloss wurde wohl spätestens im Jahre 1714 vollendet. Es wurde dreigeschossig in nahezu rechteckiger Form errichtet und besitzt an der Ostfront zwei Rundtürme, deren nördlicher der angesprochene Teil mittelalterlichen Ursprungs ist. Von den damals noch vorhandenen Wirtschaftsgebäuden sind heute nur noch geringe Reste vorhanden. (Stefan Weispfennig)

Baubeschreibung:

Von der mittelalterlichen Burganlage lässt sich abgesehen von den Resten des Nordostturmes der neuzeitlichen Anlage heute kein Bild mehr machen.
Das Landschloss des 18. Jahrhunderts besteht heute nur noch in Ruinen, die jedoch zumindest über die Dimension und den Grundriss Aufschluss geben können. Zudem sind noch Fensterformen erkennbar. (Stefan Weispfennig)