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Saarstein

Geschichte:

Die Geschichte der Burg Saarstein ist untrennbar mit der Fehdepolitik Balduins von Trier und der Belagerung von Montclair im Jahre 1351 verbunden. Zu dieser Zeit wurde Saarstein zunächst als Beobachtungs- und Kontrollpunkt in Form einer Gegenburg errichtet. Nach der Zerstörung Alt-Monclairs wurde sie nicht wieder abgerissen, sondern weiterhin als Kontrollpunkt genutzt.
In der weiteren Geschichte finden sich nur wenige weitere Hinweise auf den Verbleib der Burg. Interessant erscheint zunächst die Erwähnung des Jahres 1359, als Peter von der Leyen sich zur Bewachung der Reste Montclairs und Burg Saarsteins verpflichtete. Die weitere Besitzergeschichte ist unklar. Im Jahre 1439 erhielt Arnold von Sieck die Anlage vom Trierer Erzbischof Raban und ließ sie vermutlich zugunsten der naheliegenden Neu-Montclair abreißen. (Stefan Weispfennig)

Bauentwicklung:

Die Bauentwicklung kann angesichts der geringen Reste und der spärlichen Quellenlage nicht mehr nachvollzogen werden. Archäologische Untersuchungen fehlen bislang. Vermutlich wurde die Burg zunächst als hölzerne Anlage mit Palisaden errichtet und erst nach der Zerstörung Montclairs und ihrer weiteren Verwendung mit Verwendung von Steinen ausgebaut.
Den heute noch vorhandenen Resten zufolge war die Kernburg im Süden des Bergsporns in zwei Hälften geteilt, deren nördlicher sinnhafterweise den Bergfried beinhaltete. Nördlich eines Halsgrabens schloss sich eine etwa 200 Meter lange Vorburg an. (Stefan Weispfennig)

Baubeschreibung:

Als Standort der Burg Saarstein wählte man einen 700 m nördlich von Montclair gelegenen Felsvporsprung über der Mündung des Wesselsbaches in die Saar. Es handelte sich um einen wichtigen Knotenpunkt verschiedener Wege im Umfeld von Montclair. Ein von Norden kommender Weg verläuft durch die Vorburg, während ein anderer in Richtung Saartal zieht, um dort auf eine Furt zu treffen. Sowohl im Osen als uach im Süden und Westen schützten hohe Felsen und Steilhänge den Burgstandort. Der Felssporn der Hauptburg wurde durch einen Halsgraben vom übrigen Gelände abgetrennt. Aufgehende Mauerwerk ist nicht erhalten. Im Bereich der Kernburg sind immerhin Fundamentreste erkennbar, die Rückschlüsse auf einen viereckigen Turm (Bergfried?) erlauben. Die Nordhälfte des Geländes mag ebenfalls als Standort für Gebäude in Frage kommen. 200 Meter nördlich der Burg befindet sich ein Erdwall mit Graben, der eventuell den Abschluss einer langgezogenen Vorburg markieren könnte. (Jens Friedhoff)

Eine genaue Beschreibung der Anlage lässt sich anhand der heutigen Reste nicht mehr vornehmen. Die an der Burgstelle vorhandenen Reste lassen lediglich den ovalen Grundriss in seiner Spornlage erkennen, wobei zwischen Haupt- und Vorburg noch ein Halsgraben erkennbar ist. Im Norden der Hauptburg war vermutlich ein Bergfried angelegt.