EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Brandlecht

Geschichte:

Die Herren von Brandlecht erscheinen ab 1321 in den Quellen, wobei unklar ist, ob sie zunächst edelfrei waren, bevor sie in Lehnsabhängigkeit von den Grafen von Bentheim geraten sind. Im 14. Jh. waren sie öfter in Fehden mit den Bistümern Münster und Osnabrück und den Grafen von Steinfurt verwickelt. 1326 wird Haus Brandlecht erstmals in einer Urkunde erwähnt, in der die Grafen von Bentheim die Erlaubnis erteilten, dort, wo der Vater gesessen habe, ein hölzernes Gebäude zu errichten und dieses mit einer 75 Fuß breiten Gräfte zu umgeben. Es scheint also eine ältere Anlage unbekannten Charakters gegeben zu haben. 1360 wurde die Burg vom Bistum Münster aus unbekannten Gründen zerstört, danach aber wohl bald wieder aufgebaut, da die Herren von Brandlecht dort weiter ihren Wohnsitz hatten. 1483 wurde Haus Brandlecht wegen Überschuldung an die Familie von Rhede verkauft. Als 1715 diese Familie im Mannesstamm ausstarb, gelangte das Gut schließlich 1731 an die Drosten zu Vischering. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Wahrscheinlich hat zunächst ein Hof bestanden, bevor dieser nach 1351 durch eine hölzerne Turmburg (?) ersetzt wurde. Die nach der Zerstörung von 1360 errichteten Gebäude waren aus Ziegeln errichtet. 1574 wurde ein Herrenhaus erbaut, das von Zeitgenossen als "prächtig" bezeichnet wurde. 1779 baute man anstelle des sogenannten "Alten Hauses" das heute noch existierende Prinzipalhaus. 1857 wurden die Wirtschaftsgebäude größtenteils abgetragen und die südliche Gräfte zugeschüttet. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Zur Gestalt der ersten Burg aus der Mitte des 14. Jhs. lässt sich nur anführen, dass sie ein hölzernes Burggebäude und einen 75 Fuß breiten Graben besessen hat. Das Aussehen der nach ihrer Zerstörung errichteten Backsteinbauten ist unbekannt. Das heutige Prinzipalhaus ist ein einstöckiges Ziegelgebäude mit Krüppelwalmdach. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Baubeobachtung am Burggraben 2017