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Herzford

Geschichte:

Burg Herzford wurde 1385 durch Bischof Ludwig II. von Münster als Nachfolgerin seiner Burg Slipse in deren Nähe errichtet. Nach erneuten Kämpfen muss Graf Claus von Tecklenburg 1400 allen Rechten an der Burg "Herzford bei der Slipse" und an der Landstraße links der Ems zwischen Rheine und Meppen entsagen. Nachdem die Macht der Grafen von Tecklenburg in diesem Gebiet gebrochen war, ist die Burg nutzlos geworden und wurde geschleift. Fortan existierte nur noch ein unbefestigtes Gut im Besitz der Grafen von Münster.
1722-25 errichtete Hermann Werner Joseph von Schorlemer, dem das Gut mittlerweile gehörte, auf den Grundmauern der Burg durch den Baumeister Gottfried Laurenz Pictorius das heutige Schloss Herzford. In der 2. Hälfte des 18. Jhs. wurden ergänzende Bauten durch Johann Conrad Schlaun durchgeführt. Seit 1970 gehört das Schloss dem Geschäftsmann Bernhard Merswolke. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Die Burg Herzford wurde 1385 errichtet und 1400 oder kurz danach geschleift. Danach existierte nur ein unbefestigter Gutshof, bis über den alten Kellern 1722-25 das neue Schloss errichtet wurde. Ergänzende Bautätigkeiten fanden in der 2. Hälfte des 18. Jhs. statt. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Über die Gestalt der spätmittelalterlichen Burg ist nichts bekannt. Das heutige Herrenhaus besteht aus einem eingeschossigen Ziegelbau mit Walmdach, wenig vorspringendem Eingangsrisalit und zwei Flügelanbauten auf der Rückseite. Das Kellergeschoss ist mit Backsteinkreuzgewölben versehen und enthält Küche und Hauskapelle. Von den ursprünglich zwei Wirtschaftsgebäuden vor der Gebäudefront im Osten ist nur noch das südliche vorhanden. Die ganze Anlage wird zusammen mit dem Garten auf der Rückseite von einer einfachen Gräfte umfasst. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine