EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Spyck

Geschichte:

Die Burg Spyck entstand wohl in der 1. Hälfte des 14. Jhs. als Sitz des Landegger Burgmannengeschlechts von Beele. 1364 wird der nicht namentlich genannte Sohn des Nikolaus von Beele vom Bischof von Münster mit dem Burglehen und der Wohnung Spyck belehnt. Die Söhne dieses Herrn von Beele, vermutlich war es Johann, tragen den Beinamen in der Spyck; seine Enkel heißen von der Spyck. Nach 1424 erscheint der Name Spyck nicht mehr. Neuer Sitz des Geschlechts wurde das südwestlich gelegene Haus Beel. Der Burgplatz gehörte spätestens um 1534 zu Hof Wilholte, hier stand nur noch ein einfaches Heuerlingshaus, das noch im 19. Jh. als "Spiekhaus" oder "Schulten Spiek" bekannt war. 1861 oder kurz danach wurde es abgerissen. Am Ende des 19. Jhs. wurde das Areal großflächig planiert und aus den Resten des massiven Bauernhauses ein Stall errichtet. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Zwischen 1424 und 1534 ist die Burg einem einfachen Bauernhaus gewichen. Weiteres ist zur Bauentwicklung nicht bekannt, da die Schriftquellen keine Details nennen und archäologische Untersuchungen nicht stattgefunden haben. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Haus Spyck lag auf einer leicht erhöhten, teilweise hochwasserfreien Fläche im Überschwemmungsgebiet zwischen der Ems im Süden und einem Sumpf im Norden. Über das Aussehen der Burg existieren keine schriftlichen oder archäologischen Quellen. Das im 19. Jh. abgerissene Bauernhaus war ein einfaches Gebäude aus Bruchsteinen mit Ziegeldach. Aufgrund seiner für einen Pächterhof ungewöhnlich massiven Bauweise ist anzunehmen, dass es aus Baumaterial der niedergelegten Burg errichtet worden ist. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine