EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Hunteburg

Geschichte:

Am Übergang der Straße von Osnabrück nach Bremen über die Hunte errichtete der Osnabrücker Bischof Gottfried von Arnsberg 1324 gegen die Diepholzer Grafen die Hunteburg. Erworben hat er das Gelände von den Rittern von Schwege. Mit der Burg gelang es dem Bischof von Osnabrück, sich die Landeshoheit bis zur Hunte zu sichern. 1358 wird eine Plankenbefestigung erwähnt. 1374 werden zehn Burgmänner genannt, verwaltet wurde die Burg durch einen Drosten. Am Ende des 14. Jhs. ist eine Burgkapelle errichtet worden. 1535 wird die Burg dem Drosten Heinrich Vink verpfändet. 1618 beschloss der Landtag, die Burg abzureißen. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Aus dem Jahr 1358 stammt eine Stiftsrechnung, in der die Kosten einer Palisadenbefestigung aufgeführt werden. Im Nachklang der Fehde zwischen den Bistümern Münster und Minden von 1442 wurde 1458 die Instandsetzung von Gebäuden und Befestigungen notwendig. In der Folge verfiel die Anlage, 1618 wurde beschlossen, die durch einen Sturm abgedeckte Burg vollständig niederzureißen. Auch die Gräben sind eingeebnet worden. 1725 wurde ein Amtshaus teilweise auf älteren Fundamenten errichtet, das 1931 nach einem Brand durch einen Neubau ersetzt wurde. Die letzten Mauerreste der Burg sind in den 1880er Jahren beseitigt worden. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die Burg hat sehr wahrscheinlich nur aus einem Turm und einem Steinhaus bestanden, die von einer hölzernen Plankenbefestigung und einem von der Hunte gespeisten Graben umgeben waren. Das heutige Amtshaus besteht aus einem einfachen Fachwerkgebäude, das im Jahr 1725 errichtet wurde. 1884 ist 25 m vom Amtshaus entfernt das Fundament des Bergfrieds gefunden worden. Das quadratische, eine Seitenlänge von 4,20 m aufweisende Gebäude war von einem 5 m breiten Graben umgeben. Im Luftbild ist das dreifache Grabensystem erkennbar, sowie ein quadratischer Graben im Norden der Burginnenfläche, der vermutlich den Turm umgeben hatte. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Ausgrabung und Baubeobachtungen 1884 u. a. mit dem Fund von Steinkugeln, eines Turmfundamentes und eines Grabens.
Metallsondenprospektion 1992.
Begehung 1994.