EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Hünnefeld

Geschichte:

Die Ersterwähnung der Burg Hünnefeld erfolgte im Jahr 1146 als Stammsitz der Herren von Hünefeld, Ministeriale des Bistums Osnabrück.1394 wird durch Heirat Everd von Haren neuer Burgherr, der die die Burg 1432 seinem Schwiegersohn Bernd von Dehem verkauft. 1447 erwirbt Albert von dem Bussche die Burg, seitdem gab es keinen Besitzerwechsel mehr. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Um 1300 wurde die Anlage zu einer zweiteiligen Wasserburg umgebaut. Das heutige Schloss steht an der Stelle der ehemaligen Oberburg, die Unterburg wurde um 1600 abgetragen, um Platz für einen Wirtschaftshof und Befestigungsanlagen zu schaffen. Eine Burgkapelle wird 1320 erwähnt. Das heutige Herrenhaus wurde mit seinem nördlichen Seitenflügel als Teil einer Dreiflügelanlage von 1610 bis 1614 errichtet, geplant war aber ursprünglich eine Vierflügelanlage. Der südliche Seitenflügel wurde 1658 ergänzt. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Über die Gestalt der mittelalterlichen Burg können keine Angaben gemacht werden.
Das heutige Herrenhaus wurde von 1610 bis 1614 durch Gerhard Clamor von dem Bussche und seiner Frau Hedwig von Münchhausen nach dem Vorbild von Hedwigs Elternhaus Schloss Schwöbber errichtet, wobei der Weserrenaissancedekor durch schlichte frühbarocke Formen ersetzt wurde. Im Nordflügel steckt evtl. ein älterer Turm, darauf weisen eine massive Steintreppe und Schießscharten hin. Der Wirtschaftsteil weist im Südwesten noch einen spätmittelalterlichen, runden Eckturm auf. Auffällig ist der zentral gelegene Taubenturm von 1710. Die Burgkapelle befindet sich heute zweckentfremdet im nördlichen Wirtschaftsgebäude und ist der untere Teil eines ursprünglichen Steinwerkes. Der Park im Osten des Schlosses wurde um 1840 zum englischen Landschaftsgarten umgestaltet und enthält eine kleine Orangerie. Das Schloss wird von einem Wassergraben umgeben, eine zweite Gräfte umschließt die gesamte Anlage inklusive Wirtschaftshof, Garten und alten Burgplatz. Westlich des Wirtschaftsteils steht eine ca. 5 m hohe Turmruine mit anschließendem Torbogenansatz. Ihr Zusammenhang mit der Wasserburg ist noch ungeklärt. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine