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Gesmold

Geschichte:

1160 erhielten die Herren von Gesmel vom Osnabrücker Bischof Philipp von Katzenelnbogen das Recht, zur Abwehr von Gefahren eine Burg zu errichten. Um 1400 ging die Burg im Erbgang an die von dem Bussche. Durch Heirat erlangten 1541 die von Amelunxen den Besitz über die Burg. 1608 kaufte der Bischof von Osnabrück die Burg und vertauschte sie 1664 an die Familie von Hammerstein, die sie heute noch besitzt. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Der Wohnturm dürfte noch zur ursprünglichen Burg aus der 2. Hälfte des 12. Jhs. gehören. Von 1544 bis 1559 wurden das Herrenhaus und der Querbau errichtet und dabei Teile der Burg niedergelegt. Unter den Osnabrücker Bischöfen wurde der Hof im Süden und Westen durch eine Mauer geschlossen. Am Ende des 17. Jhs. wurde die Vorburg errichtet und die Ringgräften durch die heutigen Wassergräben ersetzt. 1835 wurde die Gräfte zwischen den beiden Vorburgen zugeschüttet. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Kern der Anlage ist der viergeschossige, quadratische Wohnturm, in dem fünf Steinkugeln - evtl. Zeugen einer erfolglosen Belagerung 1436 - eingemauert sind. Der Eingang befindet sich 2 m über dem Boden. Die ursprünglichen Lichtschlitze sind in der Neuzeit durch Fenster ersetzt worden. Die Dockengalerie am Dachrand mit den Standbildern der vier Evangelisten dürfte aus der Zeit in bischöflichem Besitz stammen. Im Osten des Turmes schließt sich ein Verbindungsbau zum zweigeschossigen Herrenhaus an. Im Westen und Süden wird die Hauptburg durch zwei Mauern abgeschlossen, in deren Treffpunkt ein quadratischer Turm steht. Um den Wohnturm zogen sich ursprünglich drei ringförmige Gräften mit dazwischen liegenden Wällen. In der inneren Vorburg liegen Wohn- und Verwaltungsgebäude, eine Orangerie und ein ehemaliges Brauhaus. Die äußere Vorburg enthält Wirtschaftsgebäude und Garten. Den Zugang bildet ein barockes Torhaus. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine