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Königsbrück

Geschichte:

Königsbrück erscheint als Haupthof erstmals 1063 in den Quellen, als der Münsteraner Bischof Friedrich von Meißen von König Heinrich IV., dem er als Kanzler diente, zu seinem Amtsantritt mit ihm beschenkt wurde. 1358 erscheint Hermann Nagel als Schultheiß des Königsguts, 1396 wird Heinrich von Oer mit Königsbrück belehnt, 1451 ist es Sweder von dem Bussche. 1488 folgten wiederum die Herren von Nagel als Besitzer des Rittergutes. 1589 ging die Anlage im Erbgang an die Herren von Ledebur, 1750 durch Heirat an die von Bussche-Hünnefeld. 1828 erwarb ein Herr von der Groeben das Schloss durch Kauf und 1840 ein Herr Matzilger. 1862 kauften die Reichsgrafen von Platen-Hallermund das Schloss. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Das ursprüngliche Steinwerk stammt aus dem Hochmittelalter und ist im Spätmittelalter mit einem Wohntrakt ergänzt worden. Zu Beginn des 16. Jhs. erfolgte der Ausbau zu einem vierflügeligen Renaissanceschloss. Weitere Aus- und Umbauten erfolgten 1627 und 1714. Zu Beginn des 19. Jhs. setzte der Verfall der Gebäude ein. 1841 wurde der Westflügel niedergelegt. Zwischen den beiden Weltkriegen wurde der Nordflügel wegen Einsturzgefahr durch Pioniersoldaten gesprengt. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Das dreigeschossige Schloss war ursprünglich als Vierflügelbau der Weserrenaissance angelegt. Heute ist noch ein dreigeschossiger, 45 m langer Flügel mit Hausdurchfahrt und repräsentativem Südgiebel erhalten, an dessen Nordecke Reste eines viereckigen Turmes zu sehen sind. Den Kern des Herrenhauses bildet zudem ein 10 x 12 m großes Steinwerk mit tonnengewölbtem Keller, Mittelpfeiler und Lichtschlitzen. Dieses zeichnet sich noch bis ins zweite Geschoss im Mauerwerk ab. Der nördlich anschließende 12 x 17,35 m große Keller stammt höchstwahrscheinlich noch aus dem Spätmittelalter und diente vermutlich als Unterbau eines Palas. Umgeben war die Anlage von einer Doppelgräfte, die von der Warmenau gespeist wurde. Ein dritter Gräftenring wird vom Wissmannsbach, der Warmenau und zwei Verbindungsgräben gebildet. Die Wasserversorgung des Schlosses erfolgte durch eine 1,5 km lange Leitung aus ausgehöhlten Baumstämmen, die Quellwasser herbeiführte. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine