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Eversburg bei Osnabrück

Geschichte:

Die Eversburg ist aus dem Hof Eversfeld hervorgegangen, der 1223 an das Domkapitel Osnabrück verkauft wurde. 1383 wird in einer Stadtrechnung der Name "Eversburg" erstmals erwähnt. Ihre Errichtung erfolgte wahrscheinlich um 1300 im Zuge der Anlage der städtischen Landwehr. Sie war das bedeutendste der domkapitularischen Güter und diente als Sommerresidenz der Osnabrücker Dompröbste. Mit der Säkularisation von 1802 fiel sie an den Staat. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Von der mittelalterlichen Burganlage sind bei den Ausgrabungen lediglich flache Gräben und Fundamentierungspfähle erfasst worden, auch die schriftlichen Quellen lassen keine Angaben zu ihrer Baugeschichte zu. 1562 wurde die damals sehr verfallene Anlage wieder instand gesetzt. Im 30jährigen Krieg wurde die Anlage 1626 und 1633 gebrandschatzt. 1688 ist die Anlage zu einem dreiflügeligen Herrenhaus mit Gärten und Orangerie ausgebaut worden. 1701 wurde die Kapelle hinzugefügt. Mit ihrer Ausnahme wurden die Gebäude wegen Baufälligkeit 1839/40 abgerissen und die Gräften verfüllt. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die ovale, ca. 130 x 110 m messende Burg war vermutlich von einem doppelten Gräftensystem umgeben, das von der Hase gespeist wurde. Bei den Ausgrabungen wurden keine mittelalterlichen Gebäudespuren erfasst, lediglich flache, teichartige Gräben und Fundamentierungspfähle. Das Herrenhaus des 17. Jhs. bestand aus einer Dreiflügelanlage. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Ausgrabung 1911, 1974.