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Bisperode

Geschichte:

Das heutige Schloss Bisperode erscheint erstmals 1491 in den Quellen, als Otto von Werder mit dem Gut belehnt wurde. 1625 wurde nach Merian das "Hauss, nebst dem Dorff, wie eben die Scheure voll Korn gewesen, gäntzlichen abgebrant und engeäschert." 1638 wurde von den Schweden Haus und Dorf abermals "erbärmlich eingeäschert". 1662 gab es infolge einer Teilung zwei Rittersitze, wobei der an der Stelle des heutigen Schlosses "Altenburgk" genannt wurde. Das "Neue Haus" lag westlich am Weg nach Harderode. Eine "Alte Burg" wird in Bisperode jedoch bereits 1593 genannt. 1665 starb das Geschlecht von Werder aus. Nach längeren gerichtlichen Auseinandersetzungen ist Bisperode dem Geschlecht Wolff-Metternich zugesprochen worden. Diese blieben bis 1875 Besitzer des Schlosses, danach wechselten die Eigentümer häufig.
An derselben Stelle wie das Schloss stand möglicherweise auch der "Werdersche Edelhof", von dem es heißt, dass man in seinen inneren Hof über eine Zugbrücke und durch ein Tor kam. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Das heutige Schloss entstand 1694/95, Baumeister war Ambrosius von Oelde. Über die vorangegangene Baugeschichte ist nichts bekannt. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Das heutige Schloss besteht aus einem umgräfteten Dreiflügelbau, dessen zweistöckige, verputzte Flügel auf geböschten Werksteinsockeln stehen. Das Corps de Logis ist risalitartig betont. Die beiden Flügelbauten enden im Süden in quadratischen Pavillons. Außer Eckquaderungen und horizontaler Gesimse ist kein Bauschmuck vorhanden. Die Dächer sind mit Sandsteinplatten aus dem Solling gedeckt. Die Wirtschaftsgebäude stehen im Süden gegenüber dem Hof. Umgeben ist das Schloss von einem ummauerten Wassergraben.
Möglicherweise stand die frühere Burg unmittelbar östlich des heutigen Schlosses, da ein Teil des Wirtschaftshofes auch hier südlich anschließt und hier bis in das 20. Jh. hinein auch ein Graben zu sehen war. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine