EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Diedersen, Sassenburg

Geschichte:

Es sind keine historischen Quellen bekannt, die sich auf diese Burganlage beziehen ließen. Aufgrund der Nähe zur Obensburg, die bei der Schlacht von Hastenbeck am 26. Juli 1757 als Artilleriestellung eine wichtige Rolle spielte, wird eine Entstehung der Sassenburg als Schanze in dieser Schlacht als möglich erachtet. Dies dürfte aber eher die diversen Vorwälle betreffen, die für eine mittelalterliche Fortifikation größtenteils keinen Sinn ergeben. Die Gestalt der eigentlichen Burg spricht indes eher für eine mittelalterliche Entstehung. Es ist nicht auszuschließen, dass sie wie die Obensburg in der Schlacht "wiederverwendet" wurde. Wobei zu berücksichtigen ist, dass im an sich gut dokumentierten Schlachtverlauf die Sassenburg keine Erwähnung findet. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Da in der Sassenburg bisher keine archäologischen Untersuchungen stattgefunden haben, können keine Angaben zur Baugeschichte gemacht werden. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die Sassenburg besteht aus einer halbkreisförmigen Wallanlage von 65-75 m Durchmesser, die sich im Nordwesten an ein steiles Bachtal anlehnt. Die übrigen Seiten sind durch Wall und Graben geschützt. Der Wall ist ca. 8 m breit und 1-2 m hoch, der Graben ist ca. 6 m breit und bis zu 2 m tief. An der Bachseite ist die Befestigung schwächer ausgeprägt. Im Südwesten und Norden befinden sich im Wall zwei Unterbrechungen, wobei bei der nördlichen das westliche Wallstück ein wenig nach innen einschwenkt.
Ein 6 m breiter Vorwall mit südlich vorgelagertem, 4-6 m breiten Graben verläuft 70 m südlich der Burg in west-östlicher Richtung. 30 m weiter östlich befindet sich eine Staffelung von drei parallelen, kurzen Wallstücken. Von ihnen ausgehend streicht ein weiterer Wall 100 m nach Südosten. Letztere Geländespuren können aber auch Spuren der Schlacht von Hastenbeck 1756 oder auch Reste von Hohlwegen bzw. neuzeitlichen Grenzmarkierungen sein. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine