EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Vechelde a. d. Aue

Geschichte:

Die Wasserburg von Vechelde lag an einem wichtigen Fernweg, welcher von Osten her über die Elbe bei Magdeburg, an Braunschweig vorbei nach Hildesheim führte.
Herzog Friedrich von Braunschweig-Lüneburg ließ die Burg um ca. 1390 errichten und verpfändete sie im Jahre 1392 an die Stadt Braunschweig. Diese Verpfändung verlor ihre Gültigkeit daraufhin nicht bis zur Eroberung Braunschweigs durch die Herzöge von Braunschweig im Jahre 1671. Mit 279 Jahren blieb sie weit länger verpfändet als jede andere Burg in der Region. In dieser Zeit wurden zahlreiche Umbauten zur Erhöhung der Wehrhaftigkeit unternommen. Dafür gab der Herzog der Stadt einen Zuschuss von 200 Talern, doch reichte dies nicht, um die großen Umbauten zu finanzieren. So wurde unter anderem ein 142 Mark teurer, steinerner Bergfried errichtet. Im November 1406 hatten sich die Rechnungen für Umbauten auf 1350 Mark summiert.
In der Hildesheimer Stiftsfehde wurde Vechelde niedergebrannt und die Burg anschließend neu errichtet.
Es folgte 1695 ein (Teil-) Abriss und der Umbau zum Lustschloss unter Herzog Rudolf August von Braunschweig. Er vermachte das Schloss seiner zweiten Frau Rosine Elisabeth Menthe, "Madame Rudolfine" genannt. 1712 wird nach deren Tod das Schloss der Erbprinzessin Sophie wiederkäuflich überlassen. 1742 erwirbt es Herzog Karl I.zurück und verkauft es 1764 an Herzog Ferdinand von Braunschweig und Lüneburg, der 1767 hier seine Sommerresidenz einrichtete.
1826 wird das Hauptgebäude auf Abbruch verkauft. In den Nebengebäuden wurde zunächst das Kreisamt untergebracht, bis diese 1889 ebenfalls abgerissen wurden. An der Stelle des Schlosses wurde ein neoklassizistisches Gebäude errichtet, das heute als Bürgerzentrum dient. (Sandy Bieler)

Bauentwicklung:

Die mittelalterliche Baugeschichte der Burg Vechelde ist weitgehend unbekannt. Zu den Ausbaumaßnahmen des 14. Jhs. gehörte der Bau eines Bergfrieds. 1695 wurde die Burg durch Baumeister Hermann Korb unter Herzog Rudolf August von Braunschweig zu einem Lustschloss umgebaut.
(Sandy Bieler.)

Baubeschreibung:

Die mittelalterliche Burg Vechelde ist vollständig von dem späteren Barockschloss überprägt, so dass nur wenige Kenntnisse über ihre Baugestalt existieren. In den Schriftquellen ist der Bau eines steinernen Bergfrieds überliefert. (Sandy Bieler)

Arch-Untersuchung/Funde:

Keine