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Düsselburg

Geschichte:

Am Platz der Düsselburg bestand ursprünglich eine eisenzeitliche Siedlung, wobei die Gestalt und Erhaltung der Befestigung sowie die Keramikfunde in der Grabenverfüllung eine Datierung der Burg in das Frühmittelalter anzeigen.
Die Düsselburg erscheint erstmals 1207 in den Quellen, als sie schon lange aufgegeben war. Die Askanier besaßen die Burg noch 1235 als Reichslehen und gaben sie an Ministeriale weiter. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Nach den Grabungsergebnissen von Schuchhardt ist die Toranlage einmal abgebrannt, bevor sie offenbar identisch wieder aufgebaut wurde. Inwieweit die Befestigung mehrphasig ist, bleibt noch zu erkunden. Die Befestigung ist durch Sandabgrabungen in der ersten Hälfte des 20. Jhs. gestört. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die Düsselburg besteht aus einer ovalen Wallanlage von ca. 150 x 120 m Ausdehnung, die auf zwei Seiten vom Meerbach umflossen wird. In den am besten erhaltenen Teilstrecken im Süden und Osten ist der Wall 1-1,80 m hoch und 9-10 m breit. Seine Front war steinverblendet. Nach den Ausgrabungsergebnissen folgt nach einer 3 m breiten Berme ein im Süden 6,60 m breiter und 1,40 m tiefer Spitzgraben, während im Westen die Grabenbreite nur 3,50 m betrug. Im Nordwesten und Westen ist der Graben heute nur noch als Terrasse erkennbar. Vor dem Graben verläuft ein 5-6 m breiter Vorwall mit Frontpalisade. Die Ausgrabung durch Schuchardt hat zudem Spuren einer hölzernen Frontversteifung des Walles festgestellt. Ein Walldurchlass im Nordosten ist neueren Datums, während im Süden ein hölzernes Kammertor von 7 m Breite ergraben wurde. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

1904 durch Schuchhardt