EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Glentorf

Geschichte:

Für Glentorf ist eine Burg urkundlich nicht überliefert. Die Annahme, es müsste hier dennoch eine Befestigung gelegen haben, lässt sich indirekt aus zwei Schriftquellen ableiten: Am 8.7. 1381 wird Glentorf auf Geheiß des braunschweigischen Herzogs Bernhard (Bernd) niedergebrannt. Etwas über einen Monat später, am 18.8. 1381, benötigt Herzog Albrecht von Sachsen und Lüneburg zwei Tage um Glentorf einzunehmen. Dies geschieht in Übereinstimmung mit der Stadt Braunschweig, da von Glentorf ausgehende Störungen des Handels schon länger ein Dorn im Auge der Braunschweiger Herrschaft war. Diese vergleichsweise lange Dauer spricht für das Vorhandensein einer Befestigung im Ort. Die Burg war zu diesem Zeitpunkt im Besitz des welfischen Ministerialen Evert von Mahrenholz.
Die Burg wird auf dem Gelände des heutigen Rittergutes Glentorf vermutet. Dieses ist seit 1421 von einem Familienzweig der Familie von Veltheim bewohnt.
(Sandy Bieler)

Bauentwicklung:

Zur Bauentwicklung der Burg kann keine genaue Aussage getroffen werden. Beim gegenwärtigen Forschungsstand kann nur vermutet werden, dass es sich beim heutigen Gut ursprünglich um eine mittelalterliche Burgstelle handelt. 1672 wurde ein neues Herrenhaus erbaut, dessen Ostflügel später niederbrannte und neu errichtet werden musste.
(Sandy Bieler)

Baubeschreibung:

Die Burg wird an der Stelle des Gutes in Glentorf vermutet. Obertägig ist von ihr nichts mehr erhalten, alle heutigen Gebäude sind jüngeren Datums.
Einzig der südlich des Geländes gelegene schmale Graben und der im Osten liegende Teich, welcher durch einen toten Schunterarm gespeist wird, könnten Reste der einstigen Anlage darstellen. Die auf einer Flurkarte von 1763 dargestellte Aufteilung des Guts in einen kleineren Haupthof, der durch einen Wassergraben vom Wirtschaftshof getrennt ist, entspricht typologisch anderen Burganlagen der näheren Umgebung wie Süpplingenburg oder Wendhausen. (Sandy Bieler)

Arch-Untersuchung/Funde:

Archäologische Untersuchungen der möglichen Burgstelle stehen noch aus.