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Quatmannsburg

Geschichte:

Schriftquellen fehlen, so dass eine historische Einordnung lediglich anhand der Bauweise geschehen kann. Die Bezeichnung Quatmannsburg geht auf die heutigen Eigentümer zurück. Der ursprüngliche Name lautete einfach nur "Burg". (Frank Both)

Bauentwicklung:

Da bislang keine archäologischen Ausgrabungen stattgefunden haben, können zur Bauentwicklung keine Details genannt werden. Die Anlage und der Grundriss der Burg mit Wällen und Gräben sprechen zunächst für eine Datierung in das 9. bis 11. Jahrhundert. (Frank Both)

Baubeschreibung:

Den Kern der Anlage bildet ein leicht ovaler Ringwall von ca. 90 auf 100 m Größe. Die Wallhöhe liegt noch bei bis zu 2,5 m, die Breite bis zu 22 m. Eine Lücke im Nordwesten markiert den ehemaligen Zugang, zu dem eine Brücke über die Elsterniederung geführt hatte. Nach Westen und Osten schließen Flügelwälle an, die jeweils bis zur Bachniederung reichen. Den Wällen und dem Hauptring ist ein Graben von bis zu 10 m Breite und 0,5 m Tiefe vorgelagert. Nördlich und westlich des Hauptwalles fehlt ein Graben aufgrund des Schutzes durch die Annexwälle. In 50 bis 150 m Abstand östlich vor der Anlage liegt zusätzlich ein bogenförmig verlaufender Wallgraben, der ebenfalls am Rand der Geestzunge endet. Er wurde bereits zwischen 1903 und 1905 größtenteils eingeebnet. Reste sieht man noch direkt neben und in dem Wald südlich der Landstraße.
Im Jahr 2008 fand eine Neuvermessung durch das Institut für Mess- und Auswertetechnik (IMA) der Jade Hochschule Oldenburg statt. Abweichend zu früheren Aufnahmen betrug die Wallhöhe nun nur noch 2 m.

Arch-Untersuchung/Funde:

Systematische archäologische Ausgrabungen haben bisher nicht stattgefunden.
Bei Schürfungen wurde am Haupttor ein Pfostenloch aufgedeckt.
Lesefunde von Keramik des 11./12. Jhs. an den nordöstlichen Wallenden.
Vermessung 2008.