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Asseburg bei Wassel

Geschichte:

Die Asseburg kann sehr wahrscheinlich mit einem Grafengeschlecht in Verbindung gebracht werden, das seit 1110 erwähnt wird, das bischöfliche Amt eines Vizedominus des Bistums Hildesheim bekleidete und 1187 und 1189 als Grafen von Wassel in den Urkunden erscheint.
1458 wird eine Burgstätte "de artberch" bzw. "artborch" als Lehen der Hildesheimer Bischöfe an die Herren von Gleidingen genannt. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Mangels archäologischer Untersuchungen können keine Angaben zur Bauentwicklung gemacht werden. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die Asseburg besteht aus einem Ringwall von 60-75 m Innendurchmesser und 15 m Breite, der um 1860 noch 2,5 m hoch erhalten war. Vorgelagert war ein ca. 6 m breiter Graben. Die frühere Lage auf einer leicht erhöhten, nach Südosten ausgerichteten Geländenase im Marschland ist heute nicht mehr erkennbar. Die Gesamtform konnte nur durch Luftbilder und geophysikalische Prospektion erschlossen werden. Im Luftbild zeichnet sich an der Wallinnenkante als negatives Bewuchsmerkmal im Norden und Westen vermutlich eine schmale Steinmauer ab. Laut einer Beschreibung von 1906 waren im Südwesten Wall und Graben gedoppelt und besonders hoch sowie durch eine Mauer verstärkt. Um 1900 sollen bei der Bodenbearbeitung noch Fundamente angetroffen worden sein.
Der Burggraben soll um 1860 verfüllt worden sein. Seit dieser Zeit wurde der Wall vom Grundstücksbesitzer zur Bodenverbesserung abgetragen. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Vermessung 1983.
Geophysikalische Prospektion 1984.
Begehungen 1986, 2001.
Früh- bis hochmittelalterliche Lesefunde