EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Restorf

Geschichte:

Über die Geschichte der Restorfer Burg ist bislang nicht viel bekannt. Die Herren von Restorf sind seit 1227 urkundlich belegt, saßen damals aber schon in Mecklenburg. Wenn die Burg ihr Stammsitz war, so muss sie deutlich älter sein. Der Ort Restorf selbst erscheint erstmals 1350 in den Schriftquellen, die Burg an sich nie.
Bei der Ausgrabung konnte eine durch Keramikfunde datierte Brandschicht des 12./13. Jahrhunderts festgestellt werden.
Da im Lehnsverzeichnis von 1455 keine Erwähnung der Burg vorkommt, wird man davon ausgehen können, dass die Burg zu diesem Zeitpunkt nicht mehr bestanden hat. (S. Bieler)

Bauentwicklung:

Die Sondagen ließen leider nur wenige konkrete Aussagen über die Bauentwicklung zu. Sicher ist, dass der Hügel zweimal durch Aufschüttungen erhöht wurde und die Innenbebauung zweimal durch Feuer vernichtet wurde. In der Neuzeit stand dann dort ein kleinerer Bau, der ebenfalls einem Feuer zum Opfer fiel. (S. Bieler)

Baubeschreibung:

Bei der Anlage handelte es sich um eine charakteristische Motte. Der kleine Turmhügel wurde durch einen Wall, Graben und Palisade geschützt.
Heutzutage ist von der Anlage nur ein schwach erkennbares rechteckiges Plateau geblieben. Dieses geht nach Norden in das umgebende Gelände über. Es hat etwa die Maße von 20 x 15 m und war 1959 noch etwa 2 m hoch. (S. Bieler)

Arch-Untersuchung/Funde:

Im Jahre 1959 konnten durch A. Pudelko baubegleitend archäologische Beobachtungen gemacht werden. Im Jahr 1963 fand eine Sondierungsgrabung statt. Unter der dabei gefundenen Keramik des 12./13. Jhs. befanden sich unter anderem Kugeltöpfe und rheinische Ware. (S. Bieler)