EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Hermannsburg

Geschichte:

Sichere urkundliche Nachrichten zum Ursprung von Hermannsburg und einer dortigen Burg fehlen. Es wird angenommen, dass der sächsische Markgraf Hermann Billung noch vor dem Bau der Burg auf dem Kalkberg in Lüneburg im Jahr 951 hier eine Burg errichten ließ. Hermann Billung wurde 936 von Kaiser Otto I. zum Heerführer ("princeps militiae") erhoben, später wurde er Herzog in Sachsen. Seine Machtposition könnte er mit Burgen wie der ehemaligen Burg in Hermannsburg gesichert haben. Schriftlich erwähnt wird lediglich 1059 ein königliches Gut, das zuvor wohl den Billungern gehörte und damals von Kaiser Heinrich IV. dem Bistum Verden geschenkt wurde. Dieses verlehnte es darauf an die Welfen.
Die Rolle von Hermannsburg als ursprünglicher Burgort lässt sich auch durch zahlreiche dort befindliche Sattelhöfe nachvollziehen, die in Kriegszeiten verpflichtet waren, berittene Krieger zu stellen.
Wie lange die Burg existierte, ist bisher noch ungewiss. Das Geschlecht der Billunger beherrschte die Region bis zu ihrem Aussterben im Jahre 1106, als die Welfen die Macht übernahmen. (S. Bieler)

Bauentwicklung:

Zur Bauentwicklung der Burg können bisher keine Aussagen gemacht werden. (S. Bieler)

Baubeschreibung:

Über die Gestalt der Burg können keine Angaben gemacht werden, da sie bisher nicht lokalisiert worden ist. In der Literatur werden drei Möglichkeiten genannt. Zum einen kann sie auf einer Talsandinsel in der Oertzeniederung im Bereich des "Alten Hofes" gelegen haben, zum anderen wird der Standort des früheren Amtsvogteihofes in der Ortsmitte genannt. Als dritte Möglichkeit wird eine Lokalisierung nördlich des Friedhofes im Bereich der Flur "Quenenburg" ins Spiel gebracht. (S. Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Bisher fanden keine archäologischen Untersuchungen statt, da die Anlage nicht lokalisiert ist.