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Stedesdorf

Geschichte:

Über die Burg ist nur relativ wenig bekannt, obwohl Stedesdorf bis in das 14. Jh. eine größere Bedeutung besessen haben soll als Esens. In der Mitte des 14. Jhs. war Ailwardus Mensana aus Stedesdorf der führende Mann im Harlingerland, auch wenn er noch nicht den Häuptlingsrang besaß. Der erste bekannte Häuptling von Stedesdorf war Wibet, der 1414 als Vogt der tom Brok auf der Burg Esens fungierte. In den Folgejahren verstand Wibet es, in den Kämpfen der tom Brok, Ukena und Cirksena immer auf der Gewinnerseite zu sehen, so dass er schließlich Landeshäuptling des Harlingerlandes wurde. Über seine Erbtochter Foelke kamen Stedesdorf und Esens nach dem Tode Wibets 1447 an Sibo Attena von Dornum. Jener Sibo gelangte 1455 auch in den Besitz von Wittmund, sodass alle nachfolgenden Herrscher über das bis 1600 selbstständig gebliebenen Harlingerlandes immer den Titel Herren "to Esens, Stedesdorp und Wittmund" führten. Danach gehörte Stedesdorf wie auch das Harlingerland zuerst zur Grafschaft Ostfrießland und schließlich zu Preußen. (Frank Both, Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Eine Bauentwicklung lässt sich aus dem Quellenmaterial nicht ablesen. Im 17. Jh. befanden sich auf Vor- und Hauptburg nur jeweils ein Bauernhaus, die Burg war damals nicht mehr existent. (Frank Both)

Baubeschreibung:

Einem Bericht von 1680 zufolge gab es einen runden Burghügel auf dem ein Bauernhaus stand. Der Hügel war von Wall und Graben umgeben. Dazu soll eine Vorburg gehört haben, auf der ebenfalls ein Gehöft stand. Mit einem verdeckten Gewölbe soll eine Verbindung zwischen Burg und benachbarter Kirche existiert haben. (Frank Both)

Arch-Untersuchung/Funde:

Archäologische Untersuchungen haben nicht stattgefunden.